Unterwassergehäuse

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Neuester Test: 12.02.2019

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Kompatibilität und Tauchtiefe entscheiden

Unterwassergehäuse Unterwasserschutzgehäuse von Rollei

Wer eine Urlaubsreise ans Meer geplant hat, kommt schnell auf die Idee, die wunderschönen Korallen oder in vielen Farben leuchtenden Fische mit seiner Kamera festhalten zu wollen. Manche Fotoapparate verfügen über einen wasserdichten Body, sodass diese auch auf einen Tauchgang mitgenommen werden können. Die meisten Kameras hingegen benötigen ein Unterwasserschutzgehäuse. Diese gibt es in unterschiedlichen Ausführungen als wasserdicht verschließbaren Plastikbeutel mit Linsenvorsatz oder als passgenaues Unterwassergehäuse aus transparenter Hartplastik. Jedoch ist nicht jeder Schutz für Tauchtiefen bis zu 60 Metern geeignet.

Unterwasserschutzbeutel Einfacher Schutzbeutel von SMO für rund 9 Euro

Unterschiedliche Arten von Schutzgehäusen

Viele Produzenten bieten zu ihren Digitalkameras auch ein Unterwassergehäuse an, welches der ambitionierte Fotofreund zusätzlich zur Kamera erwerben kann. Diese haben den Vorteil, dass die einzelnen Funktionen der Kamera weiterhin angewählt werden können, da Schutzgehäuse und Kamera optimal aufeinander abgestimmt sind. Aber auch Drittanbieter bevölkern mit den unterschiedlichsten Ausführungen den Markt. Manche dieser Modelle sind ebenfalls nur mit einer bestimmten Kamera nutzbar, andere können universell eingesetzt werden. Gerade wasserdichte Plastikbeutel sind für verschiedene Kameras geeignet, da durch das weiche Material die Tasten und Rädchen des Apparats dennoch anwählbar sind. Allerdings sind diese häufig in ihrer Tauchtiefe begrenzt. Während es für Kompaktkameras ein recht großes und oftmals auch preisgünstiges Angebot gibt, sieht es für Spiegelreflexkameras anders aus. Hier treten vor allem Firmen wie Ikelite hervor, die sich auf die Anfertigung von Unterwasserschutzgehäusen spezialisiert haben. Diese Spezialanfertigungen sind dann aber auch schnell mal mit über 1.000 Euro Anschaffungskosten bemessen.

Schutzgehäuse Unterwasserschutz von Ikelite für Canon DSLR

Tauchtiefe und Tauchzeit beachten

Die Hersteller garantieren bei richtiger Handhabung eine Wasserdichtigkeit in mehreren Stufen. Bei wasserdichten Bodys wird die Tauchtiefe beispielsweise häufig nur mit einem, drei oder fünf Metern angegeben. Die weltweit  erste wasserdichte Systemkamera von Nikon, die 1 AW 1 taucht sogar bis zu einer Tiefe von 15 Metern. Viele Schutzgehäuse ermöglichen einen Tauchgang von 30 Metern, andere erlauben bis 50 Meter und Spitzenmodelle bis zu 60 oder gar 100 Metern. Aber auch in der Tauchzeit sind einige Gehäuse begrenzt. So ist es mitunter nicht möglich, länger als eine halbe Stunde zu tauchen.

LED-Beleuchtung

Da das Licht unter der Wasseroberfläche regelrecht geschluckt wird, ist die Ausleuchtung des Motivs das größte Problem. Abhilfe schafft zum einen eine Erhöhung der ISO-Zahl, ein lichtstarkes Objektiv und bei Bedarf auch LED-Leuchten, die am Case, häufig direkt um die Linse, angebracht sind. Vor allem bei lichtschwachen Kompaktkameras kann dieses Feature für ein besseres Ergebnis sorgen. Bei größeren Tauchtiefen benötigt man unbedingt zusätzliche Leuchten, die direkt am Gehäuse montiert werden können und ebenfalls wasserdicht sind.

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Für Kompaktkameras und Low-Budget-Camcorder sind günstige Polycarbonat-Unterwassergehäuse geeignet, die in einer Tiefe von bis zu fünf Metern wasserdicht bleiben. Profi-Taucher und Besitzer der edlen Video- und Spiegelreflexkameras greifen hingegen zu teuren und robusten Unterwassergehäusen aus Aluminium, die gute Erweiterungsmöglichkeiten bieten. Wer unter Wasser fotografieren beziehungsweise filmen möchte, jedoch keine Lust auf eine teure Spezialausrüstung hat, greift zu einem Unterwassergehäuse. Sie gibt es heutzutage für jeden Geschmack und für praktisch alle Kamera-, Camcorder- und Objektiv-Modelle. Hobbyfotografen, die einen Urlaub am Meer planen und die Kompaktkamera am Strand vor Spritzwasser und Sand schützen wollen, entscheiden sich oft für günstige Unterwasserhüllen aus Polycarbonat. Sie werden gewöhnlich in einer Standard-Größe angeboten, die für praktisch alle Kompaktkamera-Modelle passt, und sind dank einer maximalen Tauchtiefe von etwa fünf Metern gut für das Schnorcheln ausgelegt. Bedauerlicherweise leiden die Unterwasseraufnahmen dabei unter Rauschen, das aus dem Lichtmangel unter Wasser resultiert. Viele Elektronik-Hersteller bieten heutzutage außerdem Unterwassergehäuse, die speziell für hauseigene Modelle geschnitten sind. Diese werden ebenfalls aus Polycarbonat gefertigt, sind jedoch robuster als generische Unterwasserhüllen und eignen sich in der Regel für eine Tauchtiefe von bis zu 40 Metern. Für ambitionierte Taucher, die ihr erstes großes Equipment für die Unterwasserfotografie zusammenstellen wollen, empfehlen sich hingegen robuste Aluminium-Unterwassergehäuse mit hoher Verarbeitungsqualität und guten Erweiterungsmöglichkeiten. Hochwertige Unterwassergehäuse werden gewöhnlich für ein konkretes Kamera-Modell abgestimmt und bieten viel Flexibilität bei der Arbeit mit manuellen Einstellungen. Sie halten auch einem hohen Wasserdruck stand und können oft in einer Tiefe von bis zu 60 Metern eingesetzt werden. Die meisten professionellen UW-Gehäuse verfügen über eine Anschlussbuchse für externe Sklavenblitze und erlauben es, einen Clog-Shoe-Blitzarm auf dem Kamera-Gehäuse zu montieren. Für professionelle Anwender hat es sogar eine entscheidende Bedeutung, da unter Wasser Lichtverhältnisse schlecht sind und das Motiv eine zusätzliche Beleuchtung benötigt. Wichtig ist jedoch, dass nicht nur die Spiegelreflexkamera, sondern auch das Objektiv für die Arbeit unter Wasser eine passende Verkleidung bekommt.