Surfboards: Vier Freeride-Klassiker in drei verschiedenen Bauweisen im Vergleich

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10-freeride-boards-im-testDie Bauweise macht den Preis und das Gewicht bei modernen Freeride-Boards und wird den entsprechenden Könnerstufen gerecht. Das Magazin „surf“ testete vier klassische Freerider in drei unterschiedlichen Bauweisen: Epoxy Sandwich (ES), Full Wood Sandwich (FWS) und Pro Edition. Preislich sind da Unterschiede von 1.000 Euro drin und beim Gewicht trennen bis zu 2,5 kg die Top-Boards von der Aufsteiger-Klasse.

In einem waren sich alle Tester einig: auch mit einem bis zu 9,4 Kilogramm schweren Aufsteiger-Board kann man jede Menge Spaß haben und gerade die dazu passende Fahrerklasse könnte die Unterschiede zu den teuren, professionellen Boards eh noch nicht nutzen. Erlernen kann man auf den preisgünstigen Brettern jedenfalls genauso alles was zum Surfen dazugehört. Die Kontrollierbarkeit bei Kabbelwasser ist auf den schweren Boards etwas schwieriger, da hier die größere Masse in Schwingung gerät und nicht ganz so leicht zu bändigen ist. Verarbeitungsmängel, Materialermüdungen und Shape-Intoleranzen finden sich bei den preisgünstigeren Boards gehäufter. Zu weiche Abrisskanten im Heckbereich, leicht zu beschädigende Rails und häufige Reparaturen trüben die Freude über den Schnäppchenpreis. Kann man damit leben, hat man viel Spaß auf dem Wasser, ohne gleich ein halbes Vermögen auszugeben – denn gute Fahrleistungen zeigten alle drei Bauweisen. Die Leichten haben beim Höhelaufen stärkere Vorteile und zeigen auch beim Durchgleiten mal wo der Hammer hängt. In diesem Test finden sich das JP-Australia X-Cite Ride 120 als ES, FWS und Pro Edition und das Tabou Rocket 125 zeigt sich als GT in der Billigversion etwas störrischer, als das Rocket mit 8,2 Kilogramm und das LTD mit 7,3 Kilogramm jedoch wesentlich agiler. Die beiden Starboard Futura 122 als Wood und GO nehmen sich nur wenig an Performance, machen aber einen Preisunterschied von 500 Euro deutlich, wie teuer die Holzverarbeitung ist. Den geringsten Leistungsunterschied findet man trotz der 2 Kilogramm Gewichtsdifferenz beim Fanatic Shark 145 – beide erzielten in allen Testbereichen ein „sehr gut“.

Vor dem Kauf sollte man sich die eine Frage ehrlich selbst beantworten:“Wie hoch ist meine Könnerstufe?“ und kann dabei viele Euros sparen – der Fahrspaß leidet dabei nicht.

Autor: Christian