Surfboards: Sechs Slalom-Raceboards um 115 Liter im Vergleich

sechs slalom-raceboards im TestDie Tester von Surf wählten diesmal sechs Slalom-Raceboards mit Volumen von 110 bis 118 Litern und Breiten zwischen 67 und 69 Zentimeteren. Das Credo der Shaper für 2009 lautete eindeutig: Das Brett flach halten! Die Zeit der fliegenden Kisten soll endgültig besiegelt sein, denn gerade unter unterschiedlichen Wettbewerbsbedingungen ist es besser, eine flache Gleitlage zu haben. Somit kommt auch mehr Kontrolle bei hohen Endgeschwindigkeiten ins Board zurück. Das Angleitverhalten wurde bei diesem Test nicht bewertet, da sich sich Boards dabei zu sehr ähneln – jedoch beim Halsen trennt sich die Spreu vom Weizen und einige müssten noch nachgebessert werden.

Mit Bestnoten in allen Bereichen schnitt das RRD X-Fire LTD112 ab, welches auch dem mittelmäßigen Fahrer Vorteile auf der Geraden und an der Tonne verschafft. Das Fanatic Falcon SL 110 machte einen gut abgestimmten Eindruck mit der 37er Finne und zeigte sich bei den Speedruns immer mit unter den Ersten. An der Tonne sollte man jedoch lieber einen mittleren Radius wählen, denn bei aggressiven Attacken verschneidet es zu schnell. Das kurze HTS Board SR 69 Pro Custom Carbon von Marco Copello konnte bei Kabbelwasser nicht zu vollem Speed auflaufen und ließ auch nicht das Maß an Kontrollierbarkeit zu, welches man bei diesem Test erwartete. Das JP Australia Slalom V 68 Pro kommt schon fast an die gelassene Gutmütigkeit eines Starboards heran. Lediglich die zu lange Finne hindert es ganz vorne beim Topspeed mitzumischen. Trotz doppelter Finnenausstattung passten diese dem iSonic 111 Wood von Starboard nicht so richtig in den Kram – die beiden 44er machten das sonst toll zu halsende Board auf der Geraden einfach zu lahm. Wer an der Tonne gerne enge Jibes fährt, ist mit dem Tabou Manta 69 gut beraten. Es ist gut kontrollierbar und kann mit einer kleineren Finne als der 42er noch mehr an Speed entwickeln.

Mit dem neuen Trend zu mehr Wasserkontakt und besserer Kontrollierbarkeit findet man auch immer weniger Carbon in den Boards – zu viel Steifigkeit geht halt auf Kosten der Laufruhe. Ein weiterer Vorteil ist dadurch die Senkung der Produktionskosten, die man in Form von hochwertigeren Finnen, Schlaufen und Pads an die Käufer weitergeben könnte.

Eine Übersicht aller Testergebnisse können Sie hier auf unserer Webseite einsehen.

Autor: Christian