Joysticks: Auf der Suche nach dem optimalen Fluggefüh

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Die Zeitschrift „PC Games Hardware“ hat sechs der mangels geeigneter Spiele in den letzten Jahren etwas in Vergessenheit geratenen Joysticks aus der Einsteiger- und Mittelklasse einem direkten Vergleich unterzogen. Testsieger wurde der Thrustmaster T-Flight Hotas X. Auf den zweiten Platz dahinter landete der Logitech Force 3D Pro, auf Platz drei der Saitek Cyborg X. Als „Spartipp“ wiederum wurde der Joystick JSK-421 von Gembird ausgezeichnet.

In den vergangenen Jahren sind kaum noch Spiele auf den Markt gekommen, für die sich ein Joystick als Eingabegerät anbietet. Doch diese Situation hat sich am 13. März schlagartig geändert. An diesem Tag erscheint nämlich das „actionlastige“ (PCGH) Tom Clancy's H.A.W.X von Ubisoft, das nicht nur mit Maus und Gamepad, sondern auch mit einem Joystick bestens gespielt werden kann. Dies war der unmittelbare Anlass für den Joystick-Test von PCGH. Die Flugknüppel wurden sowohl mit H.A.W.X als auch mit dem Flight Simulator X (FSX) von Microsoft ausprobiert.

Das Trio auf den vorderen Plätzen vermittelte dabei laut PCGH ein optimales Spielgefühl. Bester unter den Besten wurde jedoch der Thrustmaster T.Flight Hotas X. Der Joystick reagiere sehr präzise, und auch seine Ausstattung an Extras imponierte. Erwähnenswert ist zum Beispiel, dass die Schubeinheit von der Steuereinheit getrennt und der Widerstand des Joysticks justiert werden kann. Dadurch lassen sich sowohl H.A.W.K als auch FSX perfekt spielen. Für die meisten Spiele sind die Knöpfe und Achsen bereits vorprogrammiert.

Der Logitech Force 3D Pro wiederum überzeugte mit seinem echten Force Feedback – ein Feature übrigens, auf das der Testsieger verzichtet. Weitere Pluspunkte sind die sehr guten Druckpunkte der Tasten sowie des Triggers. Minuspunkte hingegen gab es für den manchmal zu geringen Widerstand des Steuerknüppels. Der Logitech benötigt übrigens ein eigenes Netzteil. Das Siegertreppchen vervollständigte schließlich noch der Saitek Cyborg X. Der Joystick ist dank ausklappbarer Standbeine, anpassbarer Grifflänge und der Möglichkeit, die Neigungswinkel des Kopfes sowie des Griffs zu verstellen, flexibel einsetzbar und erntete dafür Ergonomie-Pluspunkte. Der Schubregler kann ebenfalls geteilt werden, Force Feedback fehlt jedoch. Im „Flugbetrieb“ gab es keine Probleme. Sowohl die Schubregelung als auch die Höhen-/Seitenruder seien „äußerst präzise dosierbar“, und das Trimming mit Hilfe eines Scrollrades anstelle von Tasten fand ebenfalls den Zuspruch der PCGH-Tester.

Mit rund 25 Euro war der Gembird Joystick JSK-421 zwar nicht das billigste Modell im Test – dies war der Hama PC Vibration Joystick Outlandish –, aber doch immerhin bis zu 15 Euro günstiger als der Testsieger. Der Stick hafte dank vier Saugnäpfen fest am Tisch und verrutsche auch bei wilden Flugeinlagen nicht. Die Achsenwege wiederum erschienen den Testfliegern etwas zu lang, doch nach einer relativ kurzen Eingewöhnungszeit fanden sie trotzdem Gefallen daran. Die Tasten sind sinnvoll vorbelegt. Ausgestattet ist der Gembird mit nur einer Vibrationsfunktion, die sich aber wie die Empfindlichkeit des Steuerknüppels einstellen lässt. Aufgrund des guten Preis-Leistungsverhältnisses ist der Gembird Joystick JSK-421 der Spartipp der PCGH-Redaktion.

Autor: Wolfgang