Quelle: flickr.com / Audiamo Wien

Hörbücher können in den verschiedensten Formaten vorliegen. Dies erschwert ihren universellen Einsatz auf MP3-Playern und Handys, denn längst nicht jedes Gerät beherrscht auch jedes Audioformat. Zum Glück hat sich in den vergangenen Jahren ein Trend zum MP3-Format herauskristallisiert, das einige Vorteile bietet: Als einziges Format kann es nahezu von allen Playern abgespielt werden, zudem sind einmal gekaufte MP3-Dateien unbegrenzt abspiel-, brenn- und kopierbar. Und das ist ein wichtiger Punkt.

Viele andere Audioformate haben DRM-Gängelungen

Denn bei vielen anderen Audioformaten ist das nicht so. Recht verbreitet ist beispielsweise auch noch „Windows Media Audio“ (WMA), ein Datenkomprimierungsverfahren, das das Digitale Rechte Management (DRM) ermöglicht. Beim Erwerb eines solchen Hörbuches erhält der Kunde zusätzlich eine Lizenz, welche die Nutzungsrechte (Anspielen, Brennen, Kopieren) regelt. Es kann also gut sein, dass eine solche Datei nicht auf andere Geräte kopiert werden kann. Darüber hinaus spielen längst nicht alle Media Player auch DRM-geschützte Audiodateien ab.

Klanggewinn durch gute Codecs bei Hörbüchern vernachlässigbar

Wer seine Hörbücher also nicht nur auf dem heimischen Computer lagern möchte – der Media Player von Microsoft Windows beherrscht dieses Format selbstverständlich – sollte eher nach Dateien im MP3-Format suchen. Ähnliche Kompatibilitätsprobleme gibt es bei Dateien im AAC- oder Flac-Format. Insbesondere Letzteres verspricht aufgrund seiner weitestgehend verlustfreien Komprimierung höchsten Audiogenuss, ist aber von kaum einem günstigen Gerät auslesbar. Zudem macht sich der Klanggewinn bei gelesenen Büchern weniger stark bemerkbar.

Problematisch bei Apple: nur AAC/.m4b-Dateien

Vorsicht ist auch Besitzern von iPod, iPhone & Co angeraten. Ihr proprietäres System erkennt als Hörbuch umgekehrt sogar ausschließlich AAC-/.m4b-Dateien. Dateien im MP3-Format werden dagegen nicht in der Hörbuch-Rubrik angezeigt, sondern kurzerhand als Songtitel unter den Musikwiedergabelisten - und dort je nach ID3-Tag recht eigentümlich sortiert. WMA-Dateien des Konkurrenten Microsoft werden sogar überhaupt nicht erkannt und können daher auch nicht abgespielt werden.

Formatkonvertierung fast unumgänglich

Wer außerhalb von iTunes Hörbücher erwirbt muss dann erst eine recht aufwendige Formatkonvertierung durchlaufen, damit alles korrekt angezeigt wird: Zu diesem Zweck wandelt man am besten mit einem entsprechenden Programm (z.B. MP3 Merger für MP3-Dateien) die einzelnen Kapitel in eine große Datei um und vergibt dann die ID3-Tags neu, da die beim Zusammenschließen meist verloren gehen. WMA-Files müssen natürlich zuvor noch ihrerseits per Spezialprogramm in MP3 konvertiert werden. Anschließend importiert man das zusammengefügte MP3-File in iTunes und konvertiert es per „Erweitert“ (Menü) ins AAC-Format. Zuletzt noch im Windows-Explorer die Dateiendung .m4a in .m4b umbenennen und das Ganze erneut in iTunes importieren ...

von Janko Weßlowsky

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