DVB-C-Receiver: Settop-Boxen für digitales Kabelfernsehen

Ein Kabelanschluss reicht nicht, um digital fernzusehen: Sie brauchen außerdem einen DVB-C-Receiver beziehungsweise einen Flachbildfernseher samt eingebautem DVB-C-Tuner, der das digitale Signal verarbeitet. Einige DVB-C-Receiver unterstützen ausschließlich freie Sender, andere auch verschlüsselte Programme. Doch nicht nur in dieser Beziehung gibt es Unterschiede zwischen den Geräten.

OCTAGON SF8008 mit Triple-Tuner Keine Seltenheit: TV-Receiver wie der Octagon SF8008, die sich nicht auf Kabelsender beschränken, sondern zusätzlich DVB-T- und DVB-S2-Tuner für Antennen- und Satellitensender an Bord haben. (Bildquelle: amazon.de)

Digital ist besser: Mehr Programme, höhere Auflösung

Über das Kabelnetz können analoge und digitale Signale bereitgestellt werden, die meisten Hausanschlüsse übertragen beide Varianten. Mitte 2019 soll das analoge Signal in allen Teilen Deutschlands abgeschaltet werden, denn der digitale Standard DVB-C (Digital Video Broadcasting – Cable) hat deutliche Vorteile: Weil die Signale komprimiert werden, lassen sich mehr Sender übertragen, außerdem ist die Qualität von Bild und Ton besser. Neben Programmen in SD-Auflösung (576i) werden HDTV-Sender angeboten, also Signale mit einer Auflösung von 720p oder 1080i, für die Sie einen HD-Kabel-Receiver brauchen – und die auf einem Full-HD- oder Ultra-HD-TV einfach besser zur Geltung kommen.

Einige Receiver sind schon für UHD-Inhalte gerüstet. Insofern erstaunt es nicht, dass „analog“ ausgedient hat. Unitymedia reduziert die analoge Übertragung seit Juli 2015 und hat sie 2017 vollständig eingestellt, bei Vodafone wurde sie im März 2019 komplett abgeschlossen.

DVB-C-Receiver Xoro HRK 7660 Smart Den Zusatz „Smart“ trägt der Xoro HRK 7660 Smart, weil er externe Geräte zur Sprachsteuerung unterstützt. Zugriff auf Netflix, Amazon Video oder DAZN bietet der DVB-C-Receiver hingegen nicht. (Bildquelle: amazon.de)

Nichts ist umsonst: Laufende Kosten bei freien und verschlüsselten Sendern

Ohne einen Kabelanschluss, für den monatlich und je nach Anbieter zwischen 15 und 20 Euro fällig werden, geht nichts. Für diese Summe können Sie alle freien Programme anschauen, sprich: Das SD- und HDTV-Angebot der Öffentlich-Rechtlichen sowie Privatsender in SD-Qualität, die seit Anfang 2013 ohne Grundverschlüsselung übertragen werden. Für die HD-Sender der Privaten und andere verschlüsselte Angebote – etwa Sky oder spezielle Senderpakete der Kabelnetzbetreiber – müssen Sie tiefer in die Tasche greifen.

Außerdem unerlässlich: Ein Receiver mit Smartcard-Reader oder einer mit CI-Plus-Slot, in den ein CI-Modul und die Smartcard des Pay-TV-Anbieters gesteckt werden kann. Viele Geräte bieten die Möglichkeit, Sendungen intern oder extern aufzunehmen (PVR-Funktion). Zum Teil gibt es doppelte Tuner, falls Sie einen Sender anschauen und gleichzeitig einen anderen aufnehmen wollen (Twin-Tuner). Auch Netzwerkextras sind mittlerweile keine Seltenheit mehr, wobei HbbTV nicht in jedem Fall und VoD-Dienste wie Netflix oder DAZN eher selten unterstützt werden. In dieser Beziehung haben Smart-TVs mehr zu bieten.

Aus unserer Test-Bestenliste: DVB-C-Receiver mit Pay-TV-Unterstützung

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 GigaBlue UHD UE 4K Cable Sehr gut(1,3)
2 Axas HIS C 4K Sehr gut(1,4)
3 Edision OS Mio 4K S2X + T2/C Sehr gut(1,4)

Die besten DVB-C-Receiver mit Zugriff auf TV-Mediatheken (HbbTV)

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 TechniSat Sonata 1 Sehr gut(1,2)
2 GigaBlue UHD UE 4K Cable Sehr gut(1,3)
3 Axas HIS C 4K Sehr gut(1,4)

Autor: Jens