TV-Receiver: Wege zum Bezahlfernsehen

  • Gefiltert nach:
  • Pay-TV
  • Alle Filter aufheben

Pay-TV-Receiver Vu+ Solo2Um verschlüsselte Programme anzuschauen, brauchen Sie zum einen die Smartcard des Pay-TV-Anbieters und zum anderen einen passenden Decoder. Der Decoder sitzt als Smartcard-Reader im TV-Receiver selbst oder wird in Form eines CI-Moduls nachgerüstet, das zusammen mit der Smartcard in den CI- beziehungsweise den CI-Plus-Slot des Receivers geschoben wird. Was unterscheidet die Verfahren im Einzelnen?

Empfang

Kostenpflichtige Inhalte von Sky oder HD+, die sowohl via Kabel als auch via Satellit übertragen und zusätzlich von den großen IPTV-Plattformen ins Netz eingespeist werden, kann man mit einem zertifizierten Receiver empfangen. Die Smartcard des Anbieters wird direkt in den Smartcard-Reader des zertifizierten Receivers gesteckt, separates Zubehör ist hier überflüssig. Oft gehört die Smartcard für HD+ zum Lieferumfang und ist für einen bestimmten Zeitraum freigeschaltet. Nach dieser Phase – derzeit sind es sechs Monate - kann man die Smartcard erneut freischalten lassen. Alternativ werden Receiver und Fernseher mit CI-Plus-Schacht hergestellt, für die man außerdem ein offizielles CI-Plus-Modul des Anbieters benötigt. In Empfangsgeräten mit CI-Schacht lassen sich die offiziellen Module nicht betreiben. CI-Plus ist eine technische Weiterentwicklung des älteren CI-Standards, dank der die Anbieter (aktuell Sky, HD+, Kabelnetze) ihre Inhalte besser schützen können, was auf Nutzerseite mit einigen Einschränkungen verbunden ist.

Einschränkungen

Vergleichsweise moderat sind die Einschränkungen bei Receivern mit Smartcard-Reader: Wer zum zertifizierten HD+ Receiver greift, kann Sendungen aufnehmen. Je nach Modell werden die Aufnahmen intern oder extern gespeichert, allerdings lassen sie sich nicht auf anderen Geräten wiedergeben. Das Vorspulen, etwa um eine Werbepause zu unterbrechen, ist je nach Sender gar nicht oder nur in achtfacher Geschwindigkeit möglich. Die Timeshift-Funktion, bei der das Signal zwecks zeitversetztem Fernsehen gepuffert wird, bleibt auf 90 Minuten beschränkt. Bei Geräten mit CI-Plus-Slot und CI-Plus-Modul sieht es schlechter aus, hier kann man die HD-Sender der RTL-Gruppe – im Gegensatz zu den HD-Sendern von ProSiebenSat.1 - nicht aufnehmen, aber immerhin 90 Minuten zwischenspeichern. Sky-Kunden, die Sendungen aufnehmen wollen, brauchen einen Receiver samt Festplatte, den Sky leihweise zur Verfügung stellt. Umgehen lassen sich diese und andere Restriktionen mit Linux-Receivern samt CI-Slot und modifizierter Software – eine illegale Methode.

Autor: Jens