TV-Receiver: Wahre Alleskönner

Beim digitalen Fernsehen überzeugen nicht nur die Programmvielfalt, die farbenprächtigen Bilder und die satten Töne. Auch die Möglichkeit, das TV-Programm ohne Qualitätsverlust auf einem Festplattenreceiver zu archivieren, ist mehr als praktisch. Die Zeitschrift „Infosat“ hat zwei High-End-Festplattenreceiver getestet, dank üppiger Hardwareausstattung und intelligenter Software boten beide Geräte eine überaus gelungene Vorstellung.

Die Reelbox Avantgarde ist mit mehreren Tunern, einem DVD-Brenner und einer 320 Gigabyte großen Festplatte für Aufnahmen und Multimediadateien ausgestattet. Das Gerät kommuniziert außerdem mit verschiedenen Komponenten im Netzwerk. Dabei erledigt die Reelbox mehre Aufgaben gleichzeitig, etwa den Mitschnitt von bis zu vier Sendungen parallel zur Wiedergabe einer fünften. Werbeblöcke werden bei den meisten Aufnahmen zuverlässig und automatisch entfernt, im Zweifelsfall lässt sich die Originalaufnahme nachträglich wiederherstellen. Der Timer kann auf verschieden Arten programmiert werden, wobei das Gerät sogar in der Lage ist, beim Aufzeichnen einer Serie automatisch nach allen weiteren Folgen zu suchen. Die Aufnahmen lassen sich anschließend auf eine DVD brennen, den passenden Rohling schlägt die Reelbox automatisch vor. Nachdem eine Sendung auf DVD gespeichert wurde, so der Hinweis der Redaktion, kann die Aufnahme allerdings nicht mehr direkt von der Festplatte wiedergegeben werden, sondern nur noch von der Disc.

Der DVC2000 von Macro Systems geht in Sachen Aufnahme noch einen Schritt weiter: Alle Schritte von der Bearbeitung der Aufnahme bis hin zum Brennen einer DVD werden von einer professionellen Schnittsoftware namens „Bogart SE“ gebündelt. Wie bei der Reelbox lässt sich das EPG nach frei bestimmbaren Suchworten durchforsten. Die gefundenen Sendungen können nach dem Suchlauf ausgewählt und automatisch aufgezeichnet werden. Besonders praktisch fand man im Test die „automatische Aufzeichnung“ des laufenden Programms im Hintergrund: Ist diese Funktion aktiviert und soll währenddessen ein Programm spontan aufgenommen werden, dann wird eine Sendung nicht erst vom Zeitpunkt des Mitschnitt an archiviert, sondern rückwirkend ab Sendebeginn. Im Test ließen sich – wie von Macrosystem versprochen – bis zu acht verschiedene Fernsehprogramme gleichzeitig aufnehmen. Erfreulich auch die Tatsache, dass nicht nur Bild- und Tonsignal, sondern auch mitgelieferte Zusatzinfos wie Videotext oder Mehrkanalton gespeichert werden.

Bei beiden Receivern bleiben in Sachen Multimedia-Wiedergabe, Netzwerkkommunikation und Aufnahme eigentlich keine Wünsche offen. Dabei bringen die High-End-Geräte Features mit, die sich – so das Fazit von Infosat – hoffentlich bald auf breiter Front durchsetzen.

Autor: Jens