HDTV-Receiver werden immer beliebter: Die Geräte sind mittlerweile für relativ kleines Geld zu haben, während der High-Definition-Start von ARD und ZDF in greifbare Nähe rückt. Für die Zeitschrift „Digital Fernsehen“ war das Grund genug, drei aktuelle Modelle mit PVR-Funktion (Private Video Recorder) genauer unter die Lupe zu nehmen. Klarer Sieger dieses Vergleichs wurde ein Modell von Vantage.

Mit 77 Prozentpunkten landet der SRT 7335 CI von Strong auf dem zweiten Platz. Wie alle getesteten Geräte besitzt er einen DVB-S2-Tuner, über den man High-Definition-Inhalte empfangen kann. Eine weitere Gemeinsamkeit ist die USB-Schnittstelle. Hier lässt sich eine externe Festplatte andocken, um die Set-Top-Box als HDTV-Recorder zu nutzen. Der SRT 7335 CI bietet diese Funktion erst seit dem letzten Software-Update. Leider ist die nachträgliche Implementierung nur bedingt gelungen: So empfand man beim Start einer Aufnahme die kurze Unterbrechung des laufenden Programms und den dadurch bedingten schwarzen Bildschirm als störend. Außerdem wird eine Sendung zwar unter der EPG-Kennung, aber ohne die im EPG enthaltenen Informationen gespeichert. Sprungmarken, Schnittfunktion und eine langsame Spulgeschwindigkeit fehlen komplett. Auf das Umbenennen einer Aufnahme muss man ebenfalls verzichten. Leider sind nach dem Update auch die Umschaltzeiten länger geworden – der Strong braucht für den Programmwechsel knapp zwei Sekunden.

Der HD 1100 S von Vantage schafft den Senderwechsel in weniger als anderthalb Sekunden, liegt aber nicht nur deshalb ganz vorne: Das EPG soll sehr komfortabel sein und sogar eine Suchfunktion mitbringen, während die Senderliste – wie von Vantage gewohnt – frei sortiert werden kann. Dank Ethernet-Anschluss lässt sich der Receiver ins lokale Netzwerk einbinden oder mit einem zweiten Vantage-Receiver koppeln, der natürlich ebenfalls über einen Ethernet-Anschluss verfügen muss. Dadurch hat man von einem Receiver Zugriff auf die Festplatte des anderen. Besonders überzeugend fand man aber die PVR-Funktion: Das Gerät beherrscht manuelles und automatisches Time-Shift, erlaubt das Setzen von Sprungmarken und das nachträgliche Schneiden der Aufnahmen. Die Aufnahmen lassen sich außerdem direkt vor Ort umbenennen. Weil sich der Vantage auch sonst keine Blöße gab, kürt man ihn mit 87 Prozentpunkten zum soliden Testsieger.

Optisch wirkt der Receiver von Vantage nicht ganz so edel wie seine Mitbewerber, technisch hat er dafür die Nase vorn: Wer die Aufnahmen direkt vor Ort nachbearbeiten will, der ist mit diesem Gerät gut beraten.

Autor: Jens