TV-Receiver: Technisat punktet bei Bedienbarkeit

top-test-7-hdtv-receiver1Hochauflösendes Fernsehen holt man am besten mit einem HD-Satreceiver ins Haus: Der TV-Empfang klappt überall und ist besonders günstig. Die Zeitschrift „Chip“ hat sieben aktuelle Receiver zwischen 410 und 770 Euro getestet. Ein „nahezu perfektes Bild“ liefern alle Kandidaten, so dass man sich bei seiner Kaufentscheidung getrost auf andere Kriterien konzentrieren kann. Den Testsieg schnappt sich das Modell von Technisat.

Der Technisat DigiCorder HD S2 Plus mit eingebauter 500 Gigabyte-Festplatte punktet mit der besten Fernbedienung dieses Vergleichs. Außerdem darf man sich auf klar strukturierte Menüs und eine umfangreiche Featureliste freuen. Mit schneller Kanalsuche (425 Sekunden), flottem Programmwechsel (2,5 Sekunden) und kurzer Boot-Zeit (15 Sekunden) langt es in der Disziplin „Ergonomie“ zur vollen Punktzahl. Lob gibt es auch für das Laufwerk, das mit 0,8 Sone angenehm leise ist, während man den Topfield SRP-2100 mit 1,7 Sone „nervtötend laut“ fand. Bei Letztgenanntem ist die Stromaufnahme außerdem knapp elf Watt höher als beim Testsieger von Technisat und man muss sich mit einer unübersichtlichen, trägen Fernbedienung begnügen. Probleme hat der Topfield auch mit verschlüsselten Sendern: Ein stabiles Bild wurde im Test erst nach drei Minuten angezeigt. Und in Sachen Verarbeitung macht der teure Topfield ebenfalls keine gute Figur. So schloss die Frontklappe des Testmodells nicht richtig, obendrein ist die Verkabelung „äußerst verwirrend“. Schlussendlich landet der Topfield auf dem letzten Platz. Außer Konkurrenz läuft der DM 800 HD PVR von Dream Multimedia, der sich mit seiner veralteten Original-Firmware eher an Bastler richtet, die eine Alternativ-Software aufspielen wollen.

Der Kathrein UFS 922si platziert sich knapp hinter dem Testsieger. Auch dieses Gerät bietet viele Features und lässt sich leicht und relativ zügig bedienen. Ganz so schnell und elegant wie beim DigiCorder ist die Handhabung allerdings nicht. So braucht der UFS 922si für den Boot-Vorgang rund 27 Sekunden. Pluspunkte gibt es in Sachen Formatfreude, denn mit dem Kathrein kann man sogar .mkv- und Xvid-Dateien abspielen. Außerdem ist das Laufwerk mit 0,3 Sone kaum zu hören. Dank „sehr gutem“ Preis-/Leistungsverhältnis ergattert der Kathrein das Prädikat „Preistipp“.

Die Geräte von Technisat und von Kathrein schaffen den Sprung in die Spitzenklasse. Der Kandidat von Topfield patzt mit unausgereiftem Bedienkonzept, hohem Stromverbrauch und lautem Betriebsgeräusch.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens