TV-Receiver: Sehr gute Bilder in der Einstiegsklasse

top-test-5-hdtv-receiver1Das „Emporio Testmagazin“ hat fünf HDTV-fähige Satelliten-Receiver der Einstiegsklasse auf den Prüfstand geholt. Obwohl die Geräte schon für 100 Euro zu haben sind, muss man bei der Bildqualität keine Kompromisse machen. In Sachen Funktionsumfang und Ausstattung sieht es nicht ganz so gut aus.

Auf eine PVR-Funktion (Private Video Recorder) muss man bei drei Geräten verzichten: Wer das Fernsehprogramm mitschneiden will, der hat beim Microelectronic M 150 HD, beim SetOne EasyOne S-HD 1 und beim SKT SDR502HD das Nachsehen. Bei Letztgenanntem muss man außerdem Abstriche in Sachen Anschlussvielfalt machen, denn hier wurden nur HDMI, Scart sowie ein optischer Digitalausgang integriert. Komponentenanschluss, analoge Cinch-Ausgänge und eine USB-Schnittstelle sucht man vergeblich, auch ein Netzschalter ist nicht mit an Bord. Dafür ist das 23 Zentimeter breite und nur 3,5 Zentimeter hohe Gerät besonders kompakt. Spitzenwerte liefert die Box mit Blick auf die Umschaltzeiten, denn man braucht nur 1,4 Sekunden für den Wechsel zwischen zwei SD- und knapp 2,4 Sekunden für den Wechsel zwischen zwei HD-Programmen. Pluspunkte kassiert der Receiver auch für seinen 12V-Spannungseingang, über den er sich – vorausgesetzt, man hat einen passenden Adapter – auch im Wohnmobil nutzen lässt. Die Tonqualität ist etwas schlechter als bei den Mitbewerbern, während es bei der Bildqualität keinerlei Kritik gibt. Bei der Handhabung macht der SDR502 ebenfalls eine gute Figur, hier kann vor allem die ergonomische Fernbedienung überzeugen.

Im direkten Vergleich wirkt die Fernsteuerung des Testsiegers von SetOne geradezu überladen. Dafür punktet der EasyOne S-HD 2 mit einer PVR-Funktion. Obendrein ist das Gerät in der Lage, Pay-TV-Sender zu entschlüsseln. Den dafür notwendigen CI-Schacht, in den man das CAM-Modul nebst Smartcard schiebt, hat in diesem Vergleich nur noch der kleine Bruder des Testsiegers, der EasyOne S-HD 1 zu bieten, bei dem man allerdings auf eine Aufnahmefunktion verzichten muss. Der S-HD 2 punktet mit Timeshift und speichert den Mitschnitt – genau wie der ebenfalls PVR- und Multimedia-fähige Skymaster DXH 90 - im .MPG- beziehungsweise im .TS-Format auf einem externen USB-Medium. Er unterstützt außerdem die DiSEqC-Protokolle 1.0, 1.1, 1.2 und USALS - wie übrigens alle Kandidaten dieses Vergleichs. Abzüge gibt es für das 4-stellige numerische Display. In dieser Disziplin hält dennoch der S-HD 1 die rote Laterne, denn er besitzt als einziger überhaupt kein Display.

Alle Testkandidaten bringen die Bilder in guter Qualität auf den Fernseher und empfehlen sich als Zweitgerät für Schlaf- oder Arbeitszimmer. Wer in Sachen Komfort, Funktionsumfang und mit Blick auf die Anschlüsse keine Kompromisse machen will, der sollte einen Blick zur nächst höheren Preisklasse werfen.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens