TV-Receiver: Knapper Sieg für Opticum

top-test-3-hd-sat-receiverDie Zeitschrift „Satvision“ hat drei HDTV-Sat-Receiver der mittleren Preisklasse geprüft. Alle Geräte boten eine solide Vorstellung und liegen (fast) auf einem Niveau. Fast – denn obwohl Ausstattung und Funktionsvielfalt vergleichbar sind, gibt es kleine Unterschiede. Letzten Endes reicht es für den Kandidaten von Opticum zum Testsieg.

Der Opticum 9500 HD PVR 2CI 2CX ist schwarz, die restlichen Kandidaten sind in silber gehalten. Material und Verarbeitung fand man nicht ganz so überzeugend wie bei den Mitbewerben. Moniert wird außerdem das 8-stellige VFD-Display, das mit seinen kleinen Zeichen vom Fernsehsessel aus nur schwer lesbar ist. Dafür ist die mit diversen Symbolen ausgestattete Anzeige recht informativ. Bei der Bildqualität kann sich Opticum mit knappem Vorsprung vom restlichen Testfeld absetzen, sowohl im SD- als auch im HD-Bereich. In Sachen Pay-TV-Empfang hält der Receiver gleich zwei CI-Schächte und zwei Conax-Kartenleser bereit, kein Mitbewerber hat in dieser Disziplin mehr zu bieten. Die Software wird nicht per Satellit, sondern über den Netzwerkanschluss auf den neuesten Stand gebracht – man braucht also einen entsprechenden Internetanschluss. Menü und elektronischer Programmführer präsentieren sich in der bewährten Übersichtlichtkeit. Pluspunkte gibt es zu guter Letzt für die mitgelieferte Fernbedienung, die in Sachen Ergonomie und Verarbeitung konkurrenzlos bleibt. Insgesamt bringt es der 9500 HD auf 86,1 Prozent und damit auf ein „gutes“ Ergebnis.

Der GSS DRS 600 HDTV landet mit 85,5 Prozent nur an dritter Stelle. Würde das Gerät im Standby-Betrieb weniger als die gemessenen elf Watt verbrauchen, hätte es auch zum Testsieg gereicht. Schon Optik und Verarbeitung sind ausgezeichnet. Auch das 10-stellige VFD-Display, das dank gutem Kontrast selbst aus größerer Entfernung problemlos ablesbar ist, trifft den Geschmack der Redaktion. Die Bootzeit ist mit fünf Sekunden aus dem Standby und zwölf Sekunden beim Kaltstart ebenfalls überzeugend, die restlichen Kandidaten brauchen hier etwas länger. Bei den Umschaltzeiten behauptet sich der GSS erneut als Klassenprimus – selbst wenn er mit zwei Sekunden beim Wechsel von SD-Sendern keine Spitzenwerte erreicht. Auch in Sachen Bedienung hat der DRS 600 HDTV dank gut aufgebauter Menüs die Nase vorn, leider wirken die Menüoberflächen bei Fernsehern mit 37 Zoll und mehr ziemlich verpixelt. Die mitgelieferte Fernbedienung ist vergleichsweise kompakt und lässt sich trotzdem exakt bedienen. Unglücklicherweise fehlt eine Optionstaste, so dass man eine Tastenkombination drücken muss, um in Unter- oder Portalkanäle zu gelangen. Für den Pay-TV-Empfang stehen zwei CI-Schächte bereit.

In Sachen Bezahlfernsehen macht der gut ausgestattete Testsieger von Opticum das Rennen. Ein heißer Anwärter auf den Titel wäre auch der GSS gewesen, leider verbraucht das Gerät im Standby viel zu viel Strom. Apropos: Stromsparsieger wird der Telestar S 300 HD.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens