TV-Receiver: Klarer Sieg für den Kathrein

top-test-5-dvb-receiverEnde 2009 werden ARD und ZDF den HDTV-Regelbetrieb via Satellit aufnehmen. Bei der Wahl eines neuen DVB-Empfängers tut man also gut daran, in ein HD-taugliches Gerät zu investieren. Die Zeitschrift „Stereo“ hat vier DVB-S- und einen DVB-C-Receiver getestet und legt den Schwerpunkt ihrer Untersuchung auf den Radio-Klang. Hier behauptet sich vor allem der Kandidat von Kathrein.

Der Kathrein UFS 922 präsentiert sich im hifidelen 44-Zentimeter-Gardemaß. Auch das 16-stellige alphanumerische Display in Schönschrift trifft den Geschmack der Redaktion. Als besonders edel und handlich bezeichnet man die schnell reagierende Fernbedienung. Weniger begeistert war man bei der ersten Inbetriebnahme vom relativen lauten Lüftergeräusch. Die Möglichkeit, das Tempo des Lüfters manuell auf ein „nahezu unhörbares“ Niveau zu drosseln, stimmt dann wieder versöhnlich. Das Gerät punktet mit einer USB-Schnittstelle, der Transfer vom und zum USB-Stick funktioniert problemlos. Der UFS 922 bietet außerdem die Möglichkeit, Musik vom Computer zu streamen und dank der eingebauten Festplatte umgekehrt als UPnP-kompatibler Musikserver zu dienen. Auch das klappte vollkommen reibungslos. Die Bedienung läuft insgesamt sehr flüssig, auch der interne Video-Schnitt verdient sich das Lob der Redaktion. Im Hörtest gefiel der Receiver dann mit seiner besonders offenen, lebendigen und frischen Wiedergabe. Der Preis – so die Einschätzung der Tester – ist mit Blick auf die Klangqualität durchaus angemessen.

Gemessen am Preis klingt auch der Humax HD-Fox sehr ordentlich, selbst wenn er etwas dünner und im Grundton begrenzter als der Testsieger von Kathrein musiziert. Reduziert ist auch die Optik des kompakten HDTV-Empfängers: Die Front ist in glänzendem Schwarz, das Ziffern-Display numerisch und eher schlicht gehalten. Für verschlüsselte Programme bietet das Gerät neben einer CI-Schnittstelle auch einen internen Decoder. Leider konnte man zum Zeitpunkt des Tests noch nicht in Erfahrung bringen, mit welchem System der interne Decoder arbeitet. Zwar bringt auch der Humax USB- und LAN-Anschluss mit, nur sind die Schnittstellen momentan noch nicht nutzbar. Als nützlich erwiesen sich der Installations-Assistent und die Fähigkeit des Receivers, das Tonsignal verzögert zum Fernseher zu schicken: Hängt die Darstellung beim TV-Gerät durch aufwendige Bildbearbeitung hinterher, dann erreicht man mit dieser Funktion trotzdem lippensynchrone Ergebnisse. Als „weniger schön“ bezeichnet man den Umstand, dass sich der Lautstärkeregler auch auf das SPDIF-Signal auswirkt.

Einen kompromisslos guten Klang bietet der Kathrein. In Relation zum Preis wird man aber auch mit dem Humax glücklich. Für Kabelhaushalte empfiehlt sich übrigens der HD8-C von Technisat: Das Gerät überzeugte akustisch zwar nicht vollends, kann aber mit einem externen Wandler nachgerüstet werden. Das gilt übrigens für alle Kandidaten: Schließt man die Receiver über SPDIF an, dann steht und fällt die Klangqualität mit der Qualität des nachgeschalteten Wandlers.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens