TV-Receiver: Kathrein und Clarke-Tech gleichauf

Einige HD-fähige Sat-Receiver ermöglichen die einfache Aufnahme von Fernsehsendungen in Standard- und in hoher Auflösung. Die Zeitschrift „Audiovision“ hat vier Modelle mit eingebauter bzw. externer Festplatte auf Herz und Nieren geprüft. Zwei Geräte landen mit der gleichen Punktzahl auf dem ersten Platz, eines davon ist erfreulich günstig und wird von der Redaktion mit dem Prädikat „Preistipp“ bedacht.

Das Gerät mit der eingebauten, 500 Gigabyte großen Festplatte kommt von Kathrein und trägt die Bezeichnung UFS 922. Dank der beiden voneinander unabhängigen DVB-S2-Tuner ist man mit diesem Receiver in der Lage, gleichzeitig zwei Sendungen auf unterschiedlichen Transpondern aufzuzeichnen, während man einen dritten Kanal – der aus einem der beiden Aufnahme-Transponder stammen muss - anschaut. Besonders komfortabel fand man auch das redaktionell gepflegte EPG, das rund 100 Sender gleichsam übersichtlich wie informativ darstellt und außerdem eine Suchfunktion für Stichwörter, Sendetermine und sogar Schauspieler bietet. Bei der Bildqualität kann die Settop-Box mit natürlichen Farben und hoher Detailtreue überzeugen, die Tonausgabe soll sowohl analog wie auch digital einwandfrei sein. Moniert werden lediglich die lange Startdauer von mehr als 40 Sekunden, das wahrnehmbare Lüftergeräusch und der hohe Preis.

Deutlich günstiger ist der 5000 HD Combo Plus von Clarke-Tech. Mit 82 von 100 Punkten ist er dem UFS 922 dennoch ebenbürtig. Allerdings muss man hier nicht nur auf eine integrierte Festplatte verzichten, sondern auch auf die Möglichkeit, die beiden Tuner (DVB-S und DVB-T) gleichzeitig zu verwenden: Während der Aufnahme über Satellit kann man keinen Sender über Antenne anschauen. Gelobt wird hingegen der rückseitig verbaute USB-Port und die zusätzliche SATA-Schnittstelle für externe Festplatten. Auch das flotte und sinnvoll aufgebaute Menü sowie der komfortable Programmführer (EPG) treffen auf Zustimmung. Die Bildqualität fand man sogar noch besser als beim UFS 922 von Kathrein, auch der Ton wird als sehr ausgewogen beschrieben. Mangels Lüfter entwickelt der Receiver keine störenden Nebengeräusche, wird dafür aber teilweise bis zu 50 Grad heiß. Eher unerfreulich auch der Stromverbrauch im Standby-Betrieb, der nach Aussage der Redaktion jährliche Kosten in Höhe von 25 Euro verursacht.

Die beiden Erstplatzierten unterscheiden sich weniger in der Qualität, sondern eher im Preis. Natürlich muss man bei der 5000 HD Combo Plus noch die Kosten für eine externe Festplatte berücksichtigen, doch selbst dann ist das Gerät recht günstig. Etwas enttäuscht zeigt sich die Redaktion übrigens von der Dreambox DM 800 HD PVR: Die Bildqualität soll einem modernen HDTV-Receiver nicht gerecht werden.

Autor: Jens