top-test-3-hdtv-receiverLangsam aber sicher kommt das hochauflösende Fernsehen in Fahrt. Entsprechend breit ist das Angebot an passenden Receivern, mittlerweile hat fast jeder Hersteller ein HDTV-fähiges Modell im Programm. Die Zeitschrift „Infosat“ hat drei DVB-S2-Empfänger getestet und begeistert sich vor allem für den üppig ausgestatteten Homecast. Überzeugend fand man allerdings auch den vergleichsweise günstigen Venton.

Der HD-200S von Venton wird für unverbindliche 249 Euro angeboten. Mit ihm empfängt man freie und verschlüsselte SD- und HD-Sender. Das Pay-TV-Programms wird über zwei CI-Schächte oder die beiden Conax-Kartenleser entschlüsselt. Die Anschlussleiste ist mit USB-Schnittstelle, RS-232- und Netzwerk-Buchse, HDMI, Komponente, Scart und Composite-Video großzügig besetzt, obendrein wurden ein analoger Stereo-Ausgang und ein koaxialer Digitalausgang integriert. Die Abmessungen sind mit 28 Zentimetern in der Breite und 5,5 Zentimetern in der Höhe „regalfreundlich“, auch der Standby-Verbrauch von unter einem Watt inklusive Netzschalter verdient sich das Lob der Redaktion. Das Gerät eignet sich für den Einsatz an einer Multifeed- und einer Drehanlage und ist außerdem Unicable-tauglich. Die Bedienung geht leicht von der Hand, das Gerät selbst glänzt mit hervorragender Bildqualität: Die Bilder sind sowohl über die analogen als auch über die digitalen Ausgänge klar und sauber, gleichzeitig darf man sich auf druckvolle Bässe und detaillierte Höhen freuen. Als „passabel“ bezeichnet man die Umschaltzeiten und das übersichtliche EPG, bei dem neben einer Senderübersicht auch eine Einzelkanalvorschau zur Verfügung steht. Moniert wird eigentlich nur das etwas zu knapp ausgefallene Handbuch.

Schon das stolze Gewicht von 4,7 Kilogramm lässt vermuten: Homecast setzt beim HS 8500 CIPVR auf Vollausstattung und hochwertige Materialien. Mit an Bord sind gleich vier USB-Schnittstellen, eine davon an der Vorderseite. Außerdem wurden ein Ethernet-Anschluss für die Verbindung zum lokalen Netzwerk, ein HDMI-Ausgang, Komponente, Composite-Video, Stereo-Cinch und ein optischer Digitalausgang integriert. Das Gerät besitzt gleich zwei HD-Tuner und zwei CI-Schächte, unterstützt Multischalter, Drehanlagen und Unicable-Systeme und hat eine 500 Gigabyte große Festplatte für den Programmmitschnitt vorzuweisen. Die erste Inbetriebnahme ist dank Installationsassistent unproblematisch, das mitgelieferte Handbuch ausführlich. Auch im Alltagsbetrieb punktet der Receiver mit „simpler Bedienbarkeit“, wobei das grafische Bildschirmmenü optisch und vom Komfort her an das Apple-Betriebssystem OS X erinnert. Das EPG ist ebenfalls aufwendig gestaltet, leider hat Homecast auf eine Einzelkanalvorschau verzichtet. Pluspunkte gibt es für die automatische Aufzeichnungsfunktion, für die mitgelieferte, abgespeckte Anwendersoftware „DVR-Studio Pro“ und für die komfortablen Schnittfunktionen. In Sachen Bild- und Tonqualität gibt sich der HS 8500 ebenfalls keine Blöße: Die Bilder waren stets flüssig, scharf und natürlich, während der Klang mit tiefen Bässen und sauberen Höhen besticht.

Flexibilität wird beim Homecast großgeschrieben: Man darf sich auf vielfältige PVR-Funktionen, auf ein doppeltes Empfangsteil, auf eine eingebaute Festplatte und eine lernfähige Fernbedienung freuen. Weniger spektakulär und trotzdem sehr gut fand man den Pay-TV-Spezialisten von Venton.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens