top-test-4-hdtv-receiverWer sich für einen HDTV-Receiver mit doppeltem Empfangsteil und einer internen beziehungsweise einer optionalen externen Festplatte entscheidet, der hat beste Chancen, all seine HD-Favoriten anzuschauen und aufzunehmen. Die Zeitschrift „Digital fernsehen“ hat vier Geräte besagter Kategorie geprüft und erklärt das Modell von Hirschmann zum Testsieger.

Der Hirschmann 2S-HD 950 wird ab Werk mit einer 500 Gigabyte großen, internen Festplatte ausgeliefert. Hinter der verspiegelten Front verbergen sich eine USB-Schnittstelle und zwei CI-Schächte. Auf der Rückseite befinden sich zwei weitere USB-Buchsen, ein HDMI-Ausgang, Komponente, zwei Scart-Buchsen, analoge Cinch-Anschlüsse, ein digitaler optischer Tonausgang und ein Ethernet-Anschluss für die Wiedergabe von Multimedia-Dateien im Heimnetz. Im Lieferumfang sind ein HDMI-Kabel und eine übersichtliche Fernbedienung enthalten. Die erste Inbetriebnahme geht leicht von der Hand, auch im Alltagsbetrieb kann das Gerät punkten: SD-Sender werden in 1,5 Sekunden gewechselt, für das Umschalten zwischen HD-Sendern braucht der Receiver rund zwei Sekunden. Das EPG bietet eine Einzelkanal- und eine Multikanalvorschau, überzeugt mit einer praktischen Suchfunktion und gefällt auch mit Blick auf den Timer. Das eigentliche Bildschirmmenü ist gut strukuriert, selbst wenn nicht jeder den dunkelblauen Hintergrund schön finden wird. Im Aufnahmemodus gibt sich der Hirschmann keine Blöße: Er kann zwei Programme parallel mitschneiden, speichert EPG-Daten und Mehrkanalton und zeigt die Inhalte mit einem Vorschaubild an. Auch die Multimedia-Wiedergabe funktioniert reibungslos. Der 2S-HD 950 unterstützt alle wichtigen DiSEqC-Protokolle und moderne Unicable-Systeme, hat einen „sehr genauen“ Blindscan vorzuweisen und liefert Bilder in ausgezeichneter Qualität. Leichte Abzüge gibt es nur für den zähen Satellitensuchlauf und den etwas zu hohen Standby-Verbrauch.

Auf Platz zwei landet der Arcon Titan 2010 HDTV Twin, bei dem man auf eine integrierte Festplatte verzichten muss. Externe Speichermedien werden über zwei rückseitige USB- beziehungsweise über eine ebenfalls an der Rückseite befindliche SATA-Schnittstelle angeschlossen. Die Rückseite beherbergt ferner alle gängigen AV-Anschlüsse. Hinter der Frontklappe warten zwei CI-Schächte auf passende CAM-Module, außerdem hat man hier einen Conax-Kartenleser und eine zusätzliche USB-Schnittstelle verbaut. Die mitgelieferte, elegant strukturierte Fernbedienung ist nach Aussage der Redaktion „sehr hochwertig“ und außerdem in der Lage, den Fernseher zu steuern. Der Receiver wird komplett vorinstalliert ausgeliefert, entsprechend unkompliziert ist die Inbetriebnahme. Die Kundschaft darf sich auf ein ansprechendes und übersichtliches Menü, auf eine gut sortierte Senderliste und auf moderate Umschaltzeiten freuen (SD: 1,5 Sekunden, HD und Pay-TV: 2 Sekunden). Das EPG überzeugt mit intelligenter Suchfunktion und einer automatischen Timer-Programmierung. Die Aufnahme gelingt auch hier ohne Probleme, außerdem kann man Sprungmarken setzen, um Werbepausen bei der späteren Wiedergabe bequem vorzuspulen. Die Empfindlichkeit der Tuner ist durchschnittlich, hier hat das Modell von Hirschmann die Nase vorn. Auch beim Blindscan ist das Gerät dem Testsieger unterlegen: Einige horizontale Transponder wurden im Test nicht gefunden. Die Bildqualität ist ausgezeichnet. Abschließendes Lob gibt es für den sparsamen Standby-Betrieb.

Die Geräte von Hirschmann und Arcon sind beide sehr solide, trotzdem erkämpft sich der 2S-HD 950 in fast allen Disziplinen einen kleinen Vorsprung. Letztlich reicht es zum Testsieg.

Autor: Jens