TV-Receiver: Guter HDTV-Empfang in der Einstiegsklasse

top-test-5-hdtv-receiver1Zwar kommt der HDTV-Zug in Deutschland eher langsam ins Rollen, mittlerweile bringt man über den Astra-Satelliten aber schon 13 hochauflösende Sender ins Haus. Die Zeitschrift „digital home“ hat fünf DVB-S2-Receiver zwischen 120 und 850 Euro auf Bild, Ton, Ausstattung, Verarbeitung und Bedienung getestet. Gute Ergebnisse erzielt auch die Einstiegsklasse.

Der Skymaster DXH 90 wechselt für schlanke 120 Euro den Besitzer, allerdings empfängt man mit ihm nur die freien TV- und Radiosender: Über den Astra-Satelliten bekommt man die HD-Programme ARD, ZDF, EinsFestival, arte, Anixe und Servus TV ins Haus. Die Verarbeitung des Receivers ist ordentlich, Pluspunkte gibt es für den an der Vorderseite verbauten Netzschalter. Auf der Rückseite befinden sich die üblichen Schnittstellen, also HDMI, Komponente, Scart und koaxialer Digitalausgang. Außerdem wurde hier eine USB-Buchse verbaut, über die sich externe Festplatten oder Speichersticks anschließen lassen. Das Gerät ist „PVR-ready“, man kann das Fernsehprogramm also auf ein USB-Medium aufnehmen. Die erste Inbetriebnahme verlief dank vorprogrammierter Satellitenpositionen (Astra, Hotbird, Türksat) und den nach Genre sortierten Favoritenlisten denkbar einfach. Lob gibt es in diesem Zusammenhang für das übersichtliche und „leicht verständliche“ Menü. Das insgesamt recht gute Bild lässt sich über die Parameter Helligkeit, Kontrast und Farbe optimieren, leider ließ sich im Test trotz angepasster Werte eine Tendenz zu „leichten Doppelkonturen“ nicht übersehen. Probleme gab es auch beim Anschluss eines AV-Receviers über die koaxiale Schnittstelle: Der Mehrkanal-Receiver blieb trotz wiederholter Versuche stumm. Über die HDMI-Buchse wurde das Audiosignal anstandslos ausgegeben.

Telestar schickt den HDS 10 ins Rennen, einen HDTV-Receiver, der sich dank seiner zwei CI-Schnittstellen auch auf verschlüsselte Sender versteht. Gefallen fanden die Tester am großen alphanumerischen Display auf der Vorderseite. Der Receiver eignet sich also auch für Kunden, die gerne Radio via Satellit hören, dabei allerdings nicht ständig den Fernseher einschalten wollen. Der HDS 10 hat wie der günstige Skymaster eine USB-Schnittstelle an Bord, über die man das Programm auf Wunsch mitschneidet. Leider lassen sich während der Aufnahme keine zuvor archivierten Sendungen anschauen. Bei der ersten Inbetriebnahme darf man sich auf vier vorprogrammierte Satellitenpositionen und eine vorgefertigte Senderliste freuen. Im Alltagsbetrieb moniert man die relativ langen Umschaltzeiten zwischen zwei Programmen, außerdem könnte der elektronische Programmführer etwas besser strukturiert sein. Die Bildqualität ist sehr gut, vor allem bei HD-Sendern liefert das Gerät scharfe und „knackige“ Ergebnisse. Leider gab es auch beim Oberklasse-Modell von Telestar Probleme mit der Wiedergabe von 5.1-Signalen über den koaxialen Digitalausgang.

Das Einstiegsmodell von Skymaster geht für 120 Euro, der Oberklasse-Receiver von Telestar für unverbindliche 230 Euro über den Tresen. Besonders anspruchsvolle Kunden, die in Sachen Aussstattung und Funktionsumfang keine Kompromisse machen wollen, sollten einen Blick zum anderen Ende der Preisskala und hier vor allem zum Hirschmann werfen.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens