TV-Receiver: Gute bis sehr gute Bildqualität

  • Gefiltert nach:
  • Gute bis sehr gute Bildqualität
  • Alle Filter aufheben

top-test-7-hdtv-receiverDie Zeitschrift „HiFi Test“ hat sieben Sat-Receiver geprüft – vier davon zählt man zur Spitzenklasse, drei zur Referenzklasse. Alle Geräte boten in Sachen Bildqualität eine gute oder sehr gute Vorstellung. Neben der Bildqualität flossen auch Ton, Ausstattung, Verarbeitung und Bedienung in das Ergebnis ein. Für die Modelle von Edision und von Topfield reicht es letztlich zum Sieg in ihrer Klasse.
Mit dem Edision argus vip hat das Vorgängermodell Edision argus einen „prominenten“ Bruder bekommen. Erste Punkte kassiert der Receiver für das edle Gehäusedesign, für die ansehnliche Fernbedienung und für das informative VFD-Display. Hinter der Frontklappe sitzen Bedienelemente zur direkten Steuerung, zwei Schächte für Conax-Smartcards und zwei zusätzliche CI-Schnittstellen. Mit an Bord sind ferner zwei USB-Schnittstellen, über die der Edision das TV- oder Radio-Programm auf eine externe Festplatte mitschneidet. Dabei ist das Gerät in der Lage, bis zu zwei Sendungen auf dem gleichen Transponder parallel aufzunehmen. Per USB kann man außerdem Fotos und Musikdateien abspielen, alternativ funktioniert die Wiedergabe über den optional erhältlichen Cardreader für Speicherkarten. Die Firmware aktualisiert man via USB, RS232 oder über den LAN-Anschluss. Bei der elektronische Programmzeitschrift gefällt den Testern die Möglichkeit zur gezielten Suche nach Genres. Die Bildqualität ist sehr gut, wobei der argus vip vor allem über die HDMI-Buchse zuverlässige Ergebnisse liefert. Die unterschiedlichen Bildauflösungen können mit der V-Format-Taste gewechselt werden, während man im RGB-Modus sogar die Möglichkeit hat, Helligkeit, Kontrast oder Farbsättigung einzustellen. In Sachen Ton darf man sich auf einen optischen und auf einen koaxialen Digitalausgang freuen. Wer also noch keinen AV-Receiver mit HDMI-Anschluss besitzt, der holt sich mit dem Edision trotzdem Mehrkanalton in die Wohnung. Mit einer Gesamtnote von 1,4 reicht es für den preiswerten Edision zum Sieg in der Spitzenklasse.

In der Referenzklasse macht Topfields SRP 2100 das Rennen. Das Flagschiff des Herstellers glänzt mit üppiger Ausstattung: An der Vorderseite des 34 Zentimeter breiten Receivers wurden zwei CI-Steckplätze und zwei USB-Buchsen integriert, an der Rückseite stehen eine dritte USB-Schnittstelle und ein e-SATA-Anschluss bereit. Auch der Topfield funktioniert als Recorder, die Aufnahmen werden entweder auf einer externen oder auf der internen Festplatte gespeichert. Dank doppeltem Tuner lassen sich zwei Programme aufnehmen, während man ein drittes Programm auf einem anderen Transponder anschaut. Per Ethernet kann man den Receiver außerdem mit dem Internet verbinden. Über ein gut strukturiertes und sehr übersichtliches Menü hat man dann Zugriff auf die Inhalte von YouTube oder Flickr. Vor allem bei HDTV-Sendern ist die Bildqualität „lupenrein“, auch die automatische Formatauswahl funktioniert ausgezeichnet. Leider gilt das nicht für die automatische Tonauswahl. Der Sprung von Sender zu Sender gelingt sehr flott, alle Menüs und das EPG überzeugen mit großer Übersichtlichkeit. Leichte Abzüge gibt es für die etwas eingeschränkte Funktionalität der Fernbedienung. Verbesserungsfähig ist auch die hohe Leistungsaufnahme im Standby-Betrieb, denn der SRP 2100 verbraucht hier mit rund sieben Watt nicht eben wenig. Der Topfield bringt es auf eine Gesamtnote von 1,3 und sichert sich damit den Testsieg in der Referenzklasse.

Der Topfield ist knapp 550 Euro teurer als der Edision, er bietet mit eingebauter Festplatte, Internetschnittstelle und bereits vorgefertigten Menüs für Youtube und ähnliche Dienste aber auch deutlich mehr. In Sachen Bildqualität bescheinigt man beiden Kandidaten sehr gute Ergebnisse. Preis-/Leistungssieger wird übrigens der Imperial HD 2 Plus von Digitalbox.

Autor: Jens