TV-Receiver: Fast auf Augenhöhe

top-test-hdtv-receiver1Ein HDTV-fähiger Sat-Receiver mit doppeltem Empfangsteil und interner beziehungsweise nachrüstbarer interner Festplatte verspricht maximalen Komfort beim TV-Genuss. Die Zeitschrift „Satvision“ hat drei dieser Geräte getestet: Die Receiver von Hirschmann, Octagon und Homecast liegen mit ihrer vergleichbaren Ausstattung fast auf Augenhöhe.

Knapper Testsieger wird der HS8500 von Homecast, dem man die schärfste und detailreichste Darstellung von HD- und hochskalierten SD-Sendern bescheinigt. Zusätzliche Pluspunkte gibt es für den schnell reagierenden Videotext, während man sich von den Bootzeiten mehr versprochen hätte: Ist das Gerät vollständig vom Netz getrennt und wird wieder eingeschaltet, dann dauert es rund eine Minute, bis die ersten Bilder auf dem Fernseher erscheinen. Die Menüoberfläche wirkt sehr elegant und lässt sich – nach einer kurzen Eingewöhnungszeit – intuitiv bedienen. Wer die Reihenfolge der Sender ändern will, der kann das gleich in der Programmübersicht tun. Der in schwarz gehaltene Homecast überzeugt auch optisch: Das Gehäuse selbst hat man genau wie die Fernbedienung mit „Elementen in Chromoptik“ aufgewertet. Die Fernbedienung punktet mit einer Optionstaste und ist zudem in der Lage, den Fernseher anzusprechen. In Sachen Ausstattung stehen zwei CI-Schächte bereit, im Test wurden alle gängigen Entschlüsselungsmodule problemlos erkannt. Mit an Bord ist ferner eine Ethernet-Buchse: Man kann direkt vom Netzwerk aus auf den Receiver zugreifen, der dann als FTP-Server fungiert. Der Homecast speichert Aufnahmen im .ts-Format und wie alle Kandidaten wahlweise mit Untertiteln auf der eingebauten Festplatte, außerdem wurde ein Mediaplayer integriert, mit dem man Foto- und Musikdateien abspielen kann. Leichte Abzüge gibt es für den relativ hohen Stromverbrauch von 33,4 Watt im Normalbetrieb.

In dieser Disziplin zeigt sich der Octagon SF 1018 HD-Alliance mit 27,5 Watt etwas sparsamer. Im Standby-Betrieb ist die Leistungsaufnahme ebenfalls sehr ordentlich, hier konnte man durchschnittlich 1,1 Watt messen. In der Summe reicht es für den Octagon zum Prädikat „Energiesparsieger“. Das Gerät sichert sich außerdem den Titel „Preis-/Leistungssieger“: Zwar wird er ohne eingebaute Festplatte ausgeliefert, doch selbst mit einer nachgerüsteten Festplatte gleicher Größe ist er mehr als 100 Euro günstiger als die Konkurrenz. Lob verdient sich der Octagon mit Blick auf die Fernbedienung, die eine ausgezeichnete Ergonomie aufweist, selbst in dunklen Räumen gut bedienbar ist und zudem für andere Geräte programmiert werden kann. Wie beim Homecast ist die in rot und schwarz gehaltene Menüoberfläche gewöhnungsbedürftig, nach kurzer Zeit aber intuitiv bedienbar. Als „sehr gut“ bezeichnet man den elektronischen Programmführer, nur die Sendersortierung soll im Vergleich zur Konkurrenz nicht ganz so komfortabel sein. In Sachen Pay-TV-Empfang hat der Octagon ebenfalls zwei CI-Schnittstellen und obendrein zwei Conax-Kartenleser vorzuweisen. Bei der Bild- und Tonqualität ist der Receiver dem Testsieger nahezu ebenbürtig.

Diesmal liegt man mit keinem der getesteten Geräte daneben: Bei der Bildqualität hat Homecast die Nase knapp vorn, beim Stromverbrauch macht der preiswerte Octagon das Rennen. Der besonders anwenderfreundliche Hirschmann positioniert sich zwischen den beiden.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens