Wer einen Flachbildschirm besitzt oder sich einen solchen zulegen will, der sollte gleichzeitig über die Anschaffung eines HDTV-Receivers nachdenken: Per integriertem Upscaler und HDMI-Kabel bringen die Geräte das Standardsignal auf eine höhere Auflösung – mit deutlich sichtbaren Unterschieden. Die Zeitschrift „Digital Fernsehen“ hat drei Receiver der Einsteigerklasse getestet, den ersten Platz teilen sich diesmal zwei Modelle.

Beim HD-Fox von Humax darf man sich zunächst über das mitgelieferte HDMI-Kabel freuen. Auch die restliche Ausstattung des Humax-Receivers überzeugt: Das Bild wird entweder über HDMI, über YUV, Cinch oder über zwei Scart-Anschlüsse ausgegeben. Der Ton kann natürlich via HDMI übertragen werden, alternativ steht ein optischer Digitalausgang bereit. Zukunftssicher wird das Gerät dank USB- und Ethernet-Anschluss. Über einen versteckten CI-Schacht lässt sich außerdem ein passendes Modul für den Empfang von Pay-TV nutzen. Die erste Inbetriebnahme gelang im Test schnell und unkompliziert. Auch im Alltagsbetrieb konnte sich der Receiver behaupten: Die Umschaltzeiten lagen bei angenehmen 1,5 Sekunden, überzeugend fand man zudem das gut strukturierte Hauptmenü und den elektronischen Programmführer. Leider war das Gerät zum Zeitpunkt der Untersuchung noch nicht in der Lage, MP3-Dateien oder JPEG-Bilder wiederzugeben, hier hofft man auf ein baldiges Update. Fehlerfrei gelang dem HD-Fox das Decodieren von verschlüsselten Sendern, alle Module wurden schnell und problemlos erkannt. In den Königsdisziplinen – Empfangsleistung und Bildqualität – gab sich der Receiver ebenfalls keine Blöße und punktet mit empfangsstarkem Tuner und detailgetreuen, scharfen Bildern.

Neben dem HD-Fox von Humax skaliert auch der MX 92 von Smart Electronics das Videosignal auf bis zu 1080i. In Sachen Wiedergabequalität steht der MX 92 seinem Konkurrenten damit in nichts nach. Auch hier wird man mit detailgetreuen und scharfen Bilder belohnt. Über HDMI waren im Test keine Schwächen zu erkennen, auch bei der Scartausgabe bot das Gerät eine fehlerfrei Vorstellung. Bei der Ausstattung muss man dann leider auf YUV, Cinch-Buchsen und Ethernet verzichten, hier hat der MX 92 im Vergleich zum HD-Fox das Nachsehen. Die Umschaltzeiten lagen genau wie beim Humax bei 1,5 Sekunden, überdies bringt der Smart ein komfortables Kanallistenupdate names RAPS mit. Menüführung, Elektronischer Programmführer und die Kompatibilität mit diversen CI-Modulen ließen ebenfalls keine Wünsche offen. Dabei unterstützt das Gerät sogar DiSEqC, funktioniert also auch in Kombination mit einer motorgetriebenen Satellitenanlage.

Bei der Ausstattung muss sich das Smart-Gerät dem HD-Fox von Humax geschlagen geben, im Alltagsgebrauch gleich sich dieser Nachteil wieder aus. Beide Receiver – so das Fazit der Redaktion – können bei den Grundfunktionen durchaus mit teureren Geräten mithalten.

Autor: Jens