TV-Receiver: Edision trumpft auf

Auch bei günstigen Sat-Receivern gehört ein USB-Anschluss eigentlich zum Standard. Über diese Schnittstelle kann man Memory-Sticks oder Festplatten anschließen, Sendungen mitschneiden und die Software problemlos auf den neuesten Stand bringen. Viele Geräte bieten zudem die Möglichkeit, Musik-, Foto- oder Videodateien wiederzugeben. Sieben Receiver um die 100 Euro hat sich die Zeitschrift „Satvision“ näher angesehen – Edision lag am Ende knapp vorne.

Keine großen Überraschungen gibt es bei der Verarbeitung. Hier sind sich alle Kandidaten ähnlich, ein schlichtes Plastikgehäuse dominierte das Testfeld. Schaut man sich die Displays an, dann fallen erste Unterschiede auf: In dieser Preisklasse kommt meist nur eine vierstellige, numerische Anzeige zum Einsatz. So gab es auch im Test nur zwei Geräte mit einem alphanumerischen Display, über das auch Sendernamen dargestellt werden können. Das Display des ASR 640 CI von Astro bringt es dabei auf zwölf Stellen, die Anzeige des deutlich kompakteren Trojan von Edision auf immerhin acht. Letztgenannter trumpft im Gegensatz zur Konkurrenz auch bei der Zahl der möglichen Favoritenlisten auf. Man kann bis zu 32 verschiedene Listen speichern. Nur das Schwesterprodukt, der Hypnos von Edision, bot im Test ebenfalls 32 Favoritenlisten. Auch in Sachen Bildqualität konnten die beiden Receiver von Edision überzeugen, zusammen mit dem SD 3700 von Head lieferten sie das schärfste und natürlichste Bild. Der Trojan war außerdem der einzige Receiver im Test, der eine HDMI-Schnittstelle und einen integrierten Upscaler bis zu 1080i mitbrachte. Interessant ist das vor allem für Besitzer von modernen Flachbildschirmen, die dem PAL-Signal zu besserer Qualität verhelfen wollen. Weitere Pluspunkte des Trojan sind sein optisch ansprechendes und übersichtliches EPG, sein CI-Schacht zur Wiedergabe verschlüsselter Sender und die Unterstützung von JPEG- und BMP-Dateien. MP3-Titel gibt der Receiver leider nicht wieder, dafür aber das eher unbekannte OGG-Format. Am Ende reichte es – vor allem dank HDMI und gutem EPG – zum knappen Testsieg für den Trojan. Mit nur 0,8 Prozentpunkten weniger landete der C-Tech 2500 Plus von Clarke-Tech auf dem zweiten Platz, bei diesem Gerät lobt man vor allem die benutzerfreundliche Bedienung.

Test- und Preis-/Leistungssieg gingen diesmal an Edision: Der Trojan sicherte sich dank HDMI-Schnittstelle und großer Anzeige den ersten Platz, beim Hypnos gefielen die runde Ausstattung und die niedrigen Anschaffungskosten. Einen wirklich attraktiven Preis bieten aber alle getesteten Receiver, so dass die Redaktion im Prinzip jeden Kandidaten als Zweitgerät empfehlen kann.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens