TV-Receiver: Ausstattung & Bedienung kaufentscheidend

top-test-6-receiver-mit-festplatteUm in den Genuss von HDTV zu kommen, braucht man einen HD-fähigen Receiver. Hat das Gerät außerdem eine Festplatte an Bord, dann lässt sich das Programm sogar mitschneiden. Die Zeitschrift „CHIP Test & Kauf“ hat sechs Sat-Receiver mit Festplatte getestet. Alle Kandidaten liefern sehr gute Bilder und nehmen die Sendungen anstandslos auf. Insofern sind Ausstattung und Bedienung bei der Kaufentscheidung besonders wichtig.

Alle getesteten Geräte unterstützen den neuen Sendestandard DVB-S2 und übertragen die Bild- und Tonsignale per HDMI an den Flachbildfernseher. Neben der HDMI-Buchse wurden die üblichen analogen Videoanschlüsse sowie ein digitaler Audio-Ausgang integriert. Mit CI-Schnittstellen für den Empfang verschlüsselter Sender können ebenfalls alle Geräte dienen. Meist sind es zwei, beim Humax PDR iCord HD, dem einzigen Receiver im Test, der von Sky zertifiziert wurde, hat man nur eine CI-Schnittstelle verbaut. Obendrein fehlt hier die Möglichkeit, das TV-Programm auf einen via USB angeschlossenen, externen Speicher aufzunehmen. Auch die Netzwerkbuchse wurde deaktiviert, damit man das Bezahlfernsehen nicht weitergeben kann. Dafür ist die Bildqualität etwas besser als bei der Konkurrenz. Der baugleiche Humax iCord HD wird ohne diese Einschränkungen angeboten. Das Programm von Sky empfängt er trotzdem, allerdings braucht der Besitzer noch ein optionales CAM-Modul (z.B. Alphacrypt Light), das zusammen mit der Smartcard des Anbieters in einen der beiden CI-Schächte geschoben wird. Bei vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten gefällt neben der Ausstattung auch die Bedienung, so dass es für den iCord HD schlussendlich zum Preistipp reicht.

Bei der Bildqualität waren die Unterschiede nur minimal, im Großen und Ganzen ist das Ergebnis sehr überzeugend. Deutliche Unterschiede gibt es in Sachen Ergonomie, hier macht der Zweitplatzierte von Technisat das Rennen: Lob bekommt der DigiCorder HD S2 Plus für die einfachen, übersichtlichen und logisch strukturierten Menüs. Wirklich schick ist die Benutzeroberfläche zwar nicht, dafür „kinderleicht“ zu bedienen. Auch die Fernbedienung ist besser als beim Rest des Testfelds. Der Vantage HD800 bietet weniger Bedienkomfort: Bei ihm moniert man die unübersichtliche Senderliste und das unlogische Menü, wobei das Menü manchmal sogar hängenbleibt. Probleme gab es auch beim Topfield SRP-2100, dessen überladene Fernbedienung exakt auf den Receiver gerichtet werden muss, damit das Gerät überhaupt reagiert. Leider ist die Reaktion dann auch noch träge. Der Testsieg geht übrigens an den Kathrein UFS 922, der in allen Disziplinen solide Ergebnisse liefert: Die Bedienung geht flott und einfach von der Hand, die Ausstattung ist bis auf einige Details komplett. Außerdem ist das Gerät mit gerade mal 0,3 Sone extrem leise. Zum Vergleich: Beim „lärmenden“ Topfield hat man einen Wert von 1,7 Sone gemessen.

Bei der Bildqualität gibt es nur leichte Unterschiede, in Sachen Ausstattung und Ergonomie sieht es nicht ganz so gut aus. Wer hier nichts falsch machen will, der ist mit dem Testsieger von Kathrein, mit dem Zweitplatzierten von Technisat und mit dem Preistipp von Humax gut beraten.

Autor: Jens