Philips Fernseher: Fernseher von Philips

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Eigenschaften von Philips-Fernsehern auf einen Blick:

Plus:
  • viele Anschlussmöglichkeiten
  • Smart-TVs mit gutem App-Angebot
  • Fernbedienungen teils mit vollwertiger Tastatur

Minus:

  • keine Senderlisten-Bearbeitung am Computer
  • Android-TV nicht immer stabil

Bild & Ton: Etwas besser als der Durchschnitt

Erster OLED-TV von Philips 55POS901F Erster OLED-TV von Philips 55POS901F (Quelle: philips.de)

Unser Hersteller-Vergleich zeigt: Bei der Bildqualität liegt Philips über dem Durchschnitt – wenn auch nur leicht. Erstaunlich, denn viele OLED-TVs, die in Sachen Kontrast- und Schwarzwiedergabe besonders gute Ergebnisse erzielen, was den gehobenen Notenschnitt anteilig erklären könnte, hat das Unternehmen derzeit nicht im Programm. Ähnlich überschaubar ist das Angebot an LCD-Fernsehern mit sogenannter Quantum-Dot-Technik, die bei der Kontrast- und Schwarzdarstellung besser dastehen als Fernseher mit klassischen LC-Displays und fast schon das Niveau von OLED-TVs erreichen. An anderer Stelle, nämlich bei Fernsehern mit Ultra-HD-Auflösung, ist Philips von Anfang an dabei, parallel sind schwächer auflösende Full-HD-TVs immer seltener vertreten. Zudem unterstützen zahlreiche Modelle Bilder mit erhöhtem Kontrastumfang, wobei Philips hier nicht nur auf den Standard HDR bzw. HDR10, sondern zusätzlich auf die Alternativen Dolby Vision und HLG vertraut. In unserer Bewertung verdienen sich die Geräte damit Pluspunkte. Auch beim Ton landen Philips-Fernseher im oberen Drittel unserer Bestenliste, was der vergleichsweise hohen Ausgangsleistung und dem verstärkten Einsatz integrierter Subwoofer geschuldet ist.

Ausstattung: Philips-Fernseher in der Bewertung

Geht es um die Ausstattung und speziell um die Anschlüsse, dann haben Philips-Fernseher die Nase vorn: Für externe Quellen stehen drei, oft auch vier HDMI-Eingänge bereit, die üblicherweise mit Audio-Rückkanälen zur Tonausgabe und mit dem CEC-Standard zur Steuerung CEC-fähiger Geräte aufwarten. Alternativ kannst Du das Tonsignal über einen optischen Digitalausgang weiterleiten. Alle Ultra-HD-Fernseher bieten HDMI-2.0-Eingänge mit voller UHD-Unterstützung und in der Regel drei USB-Ports, einen davon im schnellen Standard 3.0. Auch oft dabei: Bluetooth für Kopfhörer, Lautsprecher, Gamepads oder Tastaturen.

Im Bereich Smart-TV ist Philips gut, aber nicht besser als der Durchschnitt. Positiv finden Tester und Nutzer das Betriebssystem Android, das viele Apps bereithält, darunter Spiele, Nachrichten und Anwendungen für die wichtigsten Streaming-Anbieter. HbbTV für die Mediatheken der TV-Sender wird immer unterstützt, auch ein Webbrowser gehört zur Grundausstattung. Im Heimnetz behaupten sich einige Geräte nicht nur als DLNA-Client, sondern auch als DLNA-Server, stellen also ihrerseits Multimedia-Dateien zum Streaming bereit. Weniger gut: Android läuft nicht immer stabil und könnte, vor allem bei den Einsteigermodellen, etwas zügiger reagieren.

Ein Triple-Tuner inklusive DVB-T2-HD ist bei Philips Standard. Einige Geräte bringen gleich sechs Tuner für den Empfang mit, also einen Twin-Tuner für Antenne, Kabel und Satellit, dank dem Du einen Sender anschauen und parallel ein anders Programm aufnehmen kannst. Testern und Nutzern zufolge klappt die Aufnahme gut – ob nun manuell gestartet oder im EPG programmiert. Das Gleiche gilt für Timeshift-Aufnahmen zum zeitversetzten Fernsehen. Kleines Manko, aber hier ist Philips keine Ausnahme: USB-Speicher zur Aufnahme lassen sich nicht mehr als Datenträger am Computer nutzen.

Ambilight-LEDs an der Rückseite des Fernsehers Ambilight-LEDs an der Rückseite (Quelle: philips.de)

Das Besondere bei vielen Philips-Fernsehern: Ambilight. Gemeint ist ein zwei-, drei- oder vierseitiges Umgebungslicht, das die Wände hinter dem Fernseher in einer fest eingestellten Farbe oder passend zum Bildinhalt beleuchtet. Ambilight soll die Augen entspannen und den Bildschirm subjektiv größer wirken lassen. In unsere Bewertung lassen wir das Umgebungslicht nicht einfließen, weder positiv noch negativ. Denn Ambilight – eher ein Designfaktor als ein Ausstattungsmerkmal – gehört im Sinne unserer Nutzerumfragen nicht zu den Kriterien, die für Fernseher besonders wichtig sind.

Handhabung von Philips-Fernsehern: Solides Mittelmaß

Ausnahmen bestätigen die Regel, doch für gewöhnlich ist die Einrichtung unproblematisch. Die Menüführung finden nicht alle Nutzer logisch, deshalb stehen Philips-Fernseher bei der Bedienung etwas schlechter da als Geräte anderer etablierter Hersteller. Nichtsdestotrotz landen sie im Mittelfeld unseres Vergleichs, denn nach kurzer Eingewöhnungszeit findet man sich gut zurecht. Was Start-, Umschalt- und generell die Reaktionszeiten anbelangt, können vor allem die teureren Modelle punkten, denen Philips potentere Prozessoren als den Einstiegsgeräten verpasst.

Größtes Manko bei der Sendersortierung: Zwar lässt sich die Senderliste per USB exportieren und auf einen Computer übertragen, doch mit den üblichen Senderlisten-Editoren kannst Du sie nicht bearbeiten. Philips selbst bietet keinen Editor, insofern dient der Export nur zur Sicherung. Auch die Sendersortierung am Gerät könnte einfacher sein, wie uns Tests und Kundenmeinungen verraten. Vor allem bei langen Listen dauert es eine Weile, die Sender zu verschieben – trotz ordentlicher Vorsortierung. Besser gelöst: Du kannst die Sender in Favoritenlisten organisieren.

Philips-Fernbedienung mit Tasten vorn und Tastatur hinten Tasten vorn, Tastatur hinten (Quelle: philips.de)

Während Fernsehern, die sich nicht ins Netz einbinden lassen, eine klassische Fernbedienung beiliegt, verfolgt Philips bei den Smart-TVs ein anderes Konzept: Von vorne betrachtet handelt es sich um eine normale Fernbedienung, von hinten um eine vollwertige Tastatur im Mini-Format, was die Eingabe längerer Web-Adressen oder Suchbegriffe erleichtert. Teilweise sind zwei Fernbedienungen im Paket enthalten: Eine mit voller, die zweite mit abgespeckter Funktionalität. Oft kassieren die Standard-Fernbedienungen eine mittelmäßige und die Smart-Remotes eine gute Bewertung.

Autor: Jens