OLED-TVs: Nicht nur beim Bild ganz vorn dabei

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Bildtest: OLED-TVs im Vergleich zu LCD-LED-TVs

LG OLED77C8 mit Dolby Vision Unterstützt sogar das dynamische HDR-Format Dolby Vision: der LG OLED77C8. (Bildquelle: lg.com)

Schon lange behaupten Experten, dass Fernsehern mit organischen Displays die Zukunft gehört. In der Gegenwart sind sie jedenfalls angekommen: OLED-TVs, die mittlerweile zum Portfolio verschiedener Hersteller zählen, sind bezahlbar geworden, schlagen aber immer noch heftiger zu Buche als LCD-LED-Geräte. Vertretbar ist der finanzielle Aufwand, wenn man sie einmal in Aktion gesehen hat. So schneiden Fernseher mit organischen Displays bei der Bildqualität tendenziell besser ab als Fernseher mit LC-Display und LED-Hintergrundlicht.

Sie bieten perfektes Schwarz, punkten mit satten Kontrasten, vor allem bei dunklen Bildern, und sind absolut blickwinkelstabil. Bei seitlicher Betrachtung geht also nichts von der Bildqualität verloren. Kehrseite der Medaille: Weil der maximalen Helligkeit Grenzen gesetzt sind, eignen sich OLED-TVs nicht so sehr für den Einsatz in lichtdurchfluteter Umgebung. Auch bei hellen Elementen in HDR-Bildern, die leuchtstarke Displays brauchen, stehen OLED-TVs etwas schlechter da als LCD-Fernseher.

Ausstattung: OLED-Fernseher weit oben in der Bestenliste

Geht es um die Anschlüsse, dann müssen sich OLED-Fernseher nicht verstecken: Mit drei oder vier HDMI-Eingängen samt CEC-Kontrollfunktion und integriertem Audio-Rückkanal (ARC), denen in der Regel ein digitaler Audio-Ausgang, LAN und WLAN sowie drei USB-Buchsen für externe Speicher zur Seite stehen, sind fast alle Kandidaten sehr ordentlich ausgestattet. Erfreulicherweise, schließlich haben die Geräte ihren Preis.

Beim TV-Empfang sind OLED-Fernseher flexibel: Dank eingebauter Tuner für Antenne, Kabel und Satellit, teils auch in doppelter Ausführung, spart man separate TV-Receiver. Via Antenne und Kabel bringen die Geräte HD-Sender, via Satellit zusätzlich Ultra-HD-Sender auf den Schirm – falls es sich um einen Ultra-HD-Fernseher handelt. Eine Aufnahmefunktion nebst Timeshift, die laut Tests und Kunden meist anstandslos arbeitet, ist ebenfalls dabei.

Alle aktuellen OLED-Fernseher sind Smart-TVs, sprich: Sie lassen sich über ein LAN-Kabel oder drahtlos per WLAN mit einem Router verbinden, damit man Inhalte aus dem Netz streamen kann. Neben den Mediatheken der TV-Sender sind das Apps für Netflix und andere Streaming-Anbieter sowie weitere Online-Dienste. Dank DLNA-Unterstützung hat man außerdem Zugriff auf Multimedia-Dateien von Computern und NAS-Servern im Heimnetz.

Die besten OLED-TVs mit integriertem Sprachassistenten

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 LG OLED77C8 Sehr gut(1,1)
2 Panasonic TX-65FZW954 Sehr gut(1,2)
3 Sony KD-55AF9 Sehr gut(1,3)

Handhabung: Solide Bedienung, mäßige Sendersortierung

Philips-Fernbedienung mit rückseitiger Tastatur Philips-Fernseher wie der 65OLED803 kommen oft mit einer Fernbedienung samt rückseitiger Tastatur. (Bildquelle: amazon.de)

Keine größeren Schwierigkeiten macht die Bedienung, zu der man unter anderem Inbetriebnahme, Menüstruktur, den elektronischen Programmführer sowie Start-, Umschalt- und generelle Reaktionszeiten zählt. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel. So finden sich einige Kunden nicht auf Anhieb zurecht oder monieren die Reaktionsgeschwindigkeit. Bestenfalls mittelmäßig schneidet die Sendersortierung ab, die auch bei OLED-TVs eher rudimentär ausfällt. Hier ist ein wenig Geduld gefragt. Gute Noten gibt es für die mitgelieferte Fernbedienung bzw. die mitgelieferten Fernbedienungen, die bei den teuren Geräten entsprechend hochwertig sind. Pluspunkte sammeln OLED-TVs für Dreingaben wie Sprach- und Gestensteuerung oder eine Tastatur auf der Rückseite der Fernbedienung, die natürlich auch im praktischen Betrieb überzeugen müssen.

Autor: Jens