HDR-Fernseher: Sattere Kontraste, bessere Farben

  • Gefiltert nach:
  • HDR-Fernseher
  • Alle Filter aufheben

HDR-Fernseher im Test: Was bringt der neue Standard?

Bereit für HDR: der Sony KDL-32RE405 Günstigere Geräte wie der Sony KDL-32RE405 verarbeiten zwar HDR-Inhalte, reizen die Möglichkeiten mangels Farbtiefe und Leuchtkraft aber nicht aus. (Bildquelle: amazon.de)

HDR-Fernseher, also Fernseher, die Bilder mit hohem Kontrastumfang unterstützen (HDR = High Dynamic Range), liegen im Trend. Zurecht, denn die Vorzüge gegenüber Standardmodellen ohne Hochkontrastdarstellung sind deutlich, das Bild auch Tests zufolge um einiges knackiger. Neben dem Kontrastumfang verbessert HDR die Farbwiedergabe – zumindest in der Theorie. Gute Noten kassieren deshalb nur Geräte, die technisch in der Lage sind, das HDR-Potential in Gänze auszunutzen, die HDR-Bilder also nicht nur verarbeiten, sondern vollumfänglich unterstützen. So muss neben der Farbtiefe des Displays auch die maximale Leuchtkraft stimmen, schließlich soll das HDR-Bild in abgedunkelten Räumen und in heller Umgebung gleichermaßen überzeugen.

Es existieren mehrere HDR-Formate, wo liegen die Unterschiede?

Unter den ersten HDR-Fernsehern gab es einige Geräte, die den Spezifikationen des Standards HDR10 nicht gerecht wurden. Schlicht und ergreifend deshalb, weil der Standard noch gar nicht verabschiedet war. So braucht ein Fernseher mit HDR10-Unterstützung mindestens einen HDMI-2.0-Anschluss und ein Display mit 10-Bit-Farbauflösung. HDR10 ist das lizenzfreie Basis-Format und mithin am weitesten verbreitet, passende Inhalte finden sich auf jeder UHD-Disc und bei VoD-Diensten wie Amazon Video, iTunes oder Netflix. Auch bei Konsolen- und Computerspielen kommt HDR10 zum Zuge, während Fernsehsender wie Sky auf eine andere Variante setzen: HLG (Hybrid Log Gamma) bietet ähnliche Vorzüge wie HDR10, spart bei der Übertragung aber Kapazitäten.

Im Gegensatz zu HDR10 ist der Folgestandard HDR10+ nicht statisch, sondern dynamisch. Soll heißen: Dank dynamischer Metadaten lässt sich der vom Filmemacher gewünschte Bildeindruck deutlich feiner justieren, nämlich von Szene zu Szene, ja sogar von Bild zu Bild. Weil das bei HDR10 nicht der Fall ist, die Zusatzinformationen also statisch sind, lässt sich die Abstimmung nur für den kompletten Film festlegen, was bei Produktionen mit besonders hellen und besonders dunklen Szenen keine perfekte Lösung darstellt. Auch beim lizenzpflichtigen HDR-Format Dolby Vision setzt man auf dynamische Metadaten, zudem arbeiten Dolby-Vision-Fernseher mit einer Farbtiefe von 12 Bit, wodurch sich die Bildqualität im Vergleich zu HDR10 und HDR10+ nochmals verbessert.

Welches HDR-Format wird sich durchsetzen, worauf sollte ich außerdem achten?

HDR-TV Samsung GQ65Q7F Für den Samsung GQ65Q7F reicht es zum Ultra-HD-Premium-Logo, unter anderem wegen des leuchtstarken 10-Bit-Panels. (Bildquelle: samsung.com)

Kontrastfans sollten mindestens auf HDR10 setzen. Welche dynamische Variante im Streit der HDR-Formate siegreich sein wird, ist noch nicht abzusehen. Besonders anspruchsvolle Interessenten greifen zu einem Fernseher mit der Premium-Lösung Dolby Vision, die unter anderem bei Geräten von Sony, LG, Loewe und Grundig zu finden ist. Den dynamischen Konkurrenten HDR10+ gibt es zurzeit bei Samsung, Panasonic und Philips. Gute Ergebnisse in heller Umgebung erzielt man, wenn der Fernseher ein Display mit hoher Leuchtdichte bietet. Wer sich hier nicht auf die Angaben der Hersteller verlassen will, sollte die Tests der Fachmagazine studieren und auf das Logo „Ultra HD Premium“ achten. Geräte mit diesem Logo erfüllen verschiedene Anforderungen, darunter eine zur Spitzenhelligkeit.

Platz Produktname Testberichte.de Note
1 Samsung GQ65Q7FN Sehr gut(1,0)
2 Panasonic Viera TX-77EZW1004 Sehr gut(1,2)
3 Samsung QE65Q9FN Sehr gut(1,2)

Autor: Jens