Fernseher: DLNA-Abkürzungen

Die digitale Welt spricht Englisch und wer sich mit den entsprechenden Abkürzungen nicht auskennt, wird beim Kauf stark verwirrt sein und Unsicherheit empfinden. An dieser Stelle werden die unterschiedlichen Geräteklassen (DLNA Certified Device Classes) mit den entsprechenden Kürzeln kurz erklärt. Die Organisation, welche von Sony und Intel gegründet wurde, spricht bei diesen Klassen von drei Gerätehauptgruppen: Home Network Devices (Geräte innerhalb des Heimnetzwerks), Mobile Handheld Devices (Smartphones, Pads, tragbare Musik-/Video-Player die drahtlos kommunizieren) und Home Infrastructure Devices (Schnittstelle zwischen dem mobilen und Heimnetz).

Die Gerätegruppen

Innerhalb des Heimnetzwerks finden sich die unterschiedlichen Geräte die einerseits der Speicherung dienen und andererseits als reine Wiedergabegeräte vorgesehen sind. Neben stationären PCs und mobilen Notebooks benutzt man den Begriff NAS (Network Attached Storage) am häufigsten. Dieser bedeutet nichts anderes als ein externer Massenspeicher mit einer oder mehrerer Festplatten mit Netzwerkanschluss (eine externe USB-Festplatte, die innerhalb des Netzwerks freigegeben wurde ist kein echter NAS). Ein NAS-Server verfügt über ein eigenes Betriebssystem mit Prozessor und Arbeitsspeicher, die verschiedenste Netzwerkdienste zur Verfügung stellen, damit eine reibungslose (ruckelfreie) Kommunikation zwischen den Geräten im Netzwerk stattfinden kann. Diese Geräte nennen sich Digital Media Servers (DMS) und stellen die Inhalte zur Verfügung, damit diese dann vom Digital Media Player (DMP) genutzt werden können. Gemeint sind hiermit Fernseher, Stereo- und Home-Theatre-Anlagen, sowie WLAN-Monitore und Game-Konsolen. Die digital Media Renderer (DMR) spielen den Inhalt ab, der von den Digital Media Controllern (DMC) zur Verfügung gestellt werden. Gemeint sind hiermit TVs, Audio/Video-Receiver und Lautsprecher-Boxen, die den digitalen Inhalt von Internet-Pads, WLAN-Kameras und PDAs beziehen. Als letztes Gerät innerhalb des Heimnetzwerks kommt der Netzwerk-Drucker (Digital Media Printer oder DMPr) ins Spiel, der Fotos ditrekt von der Kamera oder einem anderen DMS bezieht.

M-DMS

In der nächsten Klasse der Handhelds spricht man von Mobile Digital Media Servers (M-DMS), die Smartphones und tragbare Musik-Player als Datenspeicher beinhaltet. Diese stellen via WLAN ihre Inhalte dem Heimnetzwerk zur Verfügung und können somit auch untereinander kommunizieren. So arbeiten diese auch als Mobile Digital Media Uploader (M-DMU), zu denen auch Digitalkameras gehören können.

M-NCF

Damit sich die unterschiedlichen Netzwerkprotokolle und Datenübertragungen miteinander austauschen können, sind Geräte wie multifunktionale Netzwerk-Schnittstellen (M-NCF) notwendig. Hinzu kommt die Media Interoperability Unit (MIU), die dann die unterschiedlichen Formate aus der digitalen Mobilwelt für das Heimnetzwerk aufbereiten soll.

Die Mitglieder der Organisation

Mittlerweile gehören der DLNA mehr als 250 Miglieder aus 20 Ländern an, darunter Hewlett-Packard, Microsoft, Samsung, Toshiba und Phillips. Nur DLNA zertifizierte Geräte dürfen von Herstellern mit einem entsprechenden Logo versehen und beworben werden.

Autor: Christian