Fernseher: Sechs Geräte mit 40/ 42 Zoll - keine echte Niete

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top-test-6-fernseher_1Praktisch, wenn man mit seinem Fernseher nicht nur das TV-Programm, sondern obendrein Multimedia-Dateien oder Informationen aus dem Internet auf den Bildschirm holt. Dabei werden die Geräte trotz umfangreicher Funktionalität immer günstiger. Die Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ hat sechs Modelle geprüft und wollte wissen, ob die Hersteller eventuell an anderer Stelle gespart haben. Offenbar nicht, denn kein Gerät entpuppt sich als Niete.

Auch nicht der LG Electronics 42LH7000, der mit einer Gesamtnote von 2,59 (befriedigend) zwar etwas „aus der Reihe tanzt“, trotzdem eine ordentliche Vorstellung bot. Besonders Lob verdient sich das übersichtlichste Bildschirmmenü dieses Vergleichs und die Fähigkeit, den Fernsehton drahtlos an einen Bluetooth-Kopfhörer zu übertragen. Die Bildqualität ist im Großen und Ganzen nicht schlechter als bei der Konkurrenz, nur beim analogen Kabelempfang muss man deutliches Rauschen in Kauf nehmen. Die eingebauten Digital-Empfänger liefern bessere Bilder, selbst wenn man das Ergebnis auch hier „leicht verrauscht“ fand. Außerdem ist die Schwarzwiedergabe nicht ganz so satt wie beim Rest des Testfelds, so dass man bei dunklen Szenen weniger Details erkennt. Etwas ungewöhnlich ist der Umstand, dass man den DVB-C-Tuner nur über einen Trick aktivieren kann: Man muss bei der Installation Finnland oder Schweden und nicht Deutschland als Standort wählen. Leider werden die Sender beim anschließenden Suchlauf nicht in der richtigen Reihenfolge sortiert. Pluspunkte sammelt der LG in Sachen Farbwiedergabe und bei der Bewegtdarstellung, die lediglich bei 1080p-Signalen leichte Ruckler zeigte. Der Klang ist in Ordnung, baubedingt allerdings etwas blechern. Multimedia-Dateien lassen sich über eine USB-Schnittstelle abspielen, ein LAN-Anschluss wurde nicht verbaut.


Eben jenen haben nur zwei Geräte an Bord, darunter der Testsieger von Samsung. Der LE40B650 holt per LAN sogenannte „Yahoo-Widgets“ auf den Bildschirm, also kleine Programme mit Nachrichten oder Wettervorhersagen. Flickr-Fotos sind für den Samsung ebenfalls kein Problem. Das Gerät liefert außerdem die beste Bildqualität bei TV-Programmen und DVD- beziehungsweise Blu-ray-Filmen. Hier darf man sich auf eine äußerst scharfe, plastische und selbst in dunklen Szenen detailierte Wiedergabe freuen. Selbst die Bewegtdarstellung gelingt dem 40-Zöller ohne Probleme und Ruckler. Die Ausstattung ist umfangreich: So wurden Tuner für DVB-T und DVB-C integriert, wobei sich über den HDTV-fähigen DVB-C-Empfänger in Kombination mit der zukunftssicheren CI+ Schnittstelle auch verschlüsselte Sender anschauen lassen. Lob gibt es außerdem für die kinderleichte Handhabung inklusive beleuchteter Fernbedienung und für den schnellen Programmwechsel. Sogar beim Klang kann der Samsung punkten. Zumindest dann, wenn man ihn mit dem wenig überzeugenden Sound des superflachen UE40B7090 vergleicht, der im Vormonat getestet wurde.


Der Samsung geht schon für 900 Euro über die Ladentheke und protzt trotzdem mit umfangreicher Ausstattung und guter Bildqualität. Wer auf Netzwerkfähigkeit verzichten kann, der wird mit dem 800 Euro teuren Philips 42PFL7404H ebenfalls glücklich. Und wer sich wegen des Designs für den LG entscheidet, der begeht ebenfalls keinen Fehler, denn wirklich enttäuschend fand man diesmal keinen Kandiaten.


Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens