Fernseher: Philips Cinema 21:9 - Filmerlebnis der Spitzenklasse

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top-test-cinema-21-9_3Vor einiger Zeit wurde das 4:3 Format vom 16:9 Format abgelöst. Doch damit scheint die Entwicklung nicht abgeschlossen. So hat das Unternehmen Philips mit dem Cinema 21:9 – die genaue Modellbezeichnung lautet 56PFL9954H - unlängst einen Fernseher im Cinemascope-Format auf den Markt gebracht. Die Zeitschrift „Home Electronic“ konnte das Gerät bereits testen und zeigt sich begeistert.

Kinofilme, die seit 1970 in Cinemascope gedreht werden, haben ein Seitenverhältnis von 2,39:1. Bei einem Faktor von neun entspricht das in etwa dem Bildformat 21:9. Glaubt man Philips, dann kamen schon im Jahr 2008 mehr als die Hälfte aller Spielfilme in eben diesem Format auf den Markt. Bei Blu-ray-Neuerscheinungen soll der Anteil noch größer sein.

Mit dem Cinema 21:9 wird es nun erstmals möglich, Cinemascope-Filme fomatfüllend auf dem Fernseher, ohne Verzerrungen oder schwarze Balken am oberen und unteren Bildschirmrand anzuschauen. Dabei wird das Full-HD-Signal einer Blu-ray-Disc über eine aufwendige Signalverarbeitung und per Zeileninterpolation auf eine Auflösung von 2560 x 1080 Pixeln gebracht. Obwohl das Ausgangsmaterial also nur künstlich hochskaliert wird, zeigte sich im Test, dass die einzelnen Bildpunkte schon bei einer Distanz von rund anderthalb Metern nicht mehr wahrnehmbar sind. Damit das formatfüllende Bewegtbild außerdem ruckelfrei wiedergegeben wird, hat sich der Hersteller obendrein für eine Bildwiederholfrequenz von 100 Hertz und für eine Technik namens „200 Hertz Clear LCD“ entschieden. Mit letztgenanntem Verfahren wird die Hintergrundbeleuchtung doppelt so schnell angesteuert. Zusammen mit der kurzen Reaktionszeit des Panels langt es nach Aussage der Redaktion zur bis dato geschmeidigsten Bewegtdarstellung eines Philips-Fernsehers.

Pluspunkte gibt es außerdem für den Net-TV-Zugang über Ethernet oder WLAN: Das Gerät loggt sich automatisch in ein spezielles Internet-Portal ein und streamt die Inhalte von YouTube & Co direkt auf den Bildschirm. Der Zugriff funktionierte im Test problemlos und sehr komfortabel. Im anschließenden Sichttest gefiel dann zunächst das als Ambilight Spectra 3 bekannte Umgebungslicht des Fernsehers. Dem standen die eingespielten Filmbilder in nichts nach: Schon bei DVD-Kost spricht man von feinen Strukturen, natürlichen Farben und einem satten Schwarz. Noch besser gefiel das Ergebnis mit Signalen von der Blu-ray. Hier soll die Detailauflösung „superbe“ sein, während das Bewegtbild als „flüssig und absolut stimmig“ bezeichnet wird. Für einen Flachbildfernseher überraschend gut fand man auch die Tonqualität mit Virtual Dolby Surround und zwei rückwärtig abstrahlenden Subwoofern. Selbst bei wirklich hohen Pegeln soll die Wiedergabe sauber sein.

Das innovative Konzept von Philips hat sich in den Augen der „Heimkino Digital“ bezahlt gemacht. So soll man in Sachen Filmwiedergabe zur Zeit kein besseres Gerät am Markt finden. Echte Cineasten sind mit unverbindlichen 3999 Euro dabei.

Das Testergebnis in kompakter Form finden Sie hier.

Autor: Jens