Fernseher: Drei Kandidaten, Punktsieg für Panasonic

  • Gefiltert nach:
  • Punktsieg für Panasonic
  • Alle Filter aufheben

top-test-3-plasmaAuch wenn die LCD-Konkurrenz immer stärker wird, setzen einige Hersteller weiter auf Plasma-Fernseher. In Sachen Funktionalität und Bedienung gibt es keine Unterschiede, nur die typischen Bildparameter differieren. Die Zeitschrift „Video-HomeVision“ hat drei Plasma-Modelle mit 50 Zoll getestet und kürt den Panasonic zum Sieger. Auf Platz zwei landet der vergleichsweise günstige Samsung.

Obwohl er rund 33 Kilogramm auf die Waage bringt, thront der Samsung PS50B679 auf einem ebenso zierlichen wie hübschen Standfuß aus Plexiglas. Über einen Multituner für DVB-T, DVB-C und DVB-S holt man das Fernsehprogramm ins Haus, DVB-C- und DVB-S-Tuner sind sogar HDTV-fähig. Die Anschlussleiste ist mit vier HDMI-Buchsen ordentlich besetzt, moniert wird der Verzicht auf einen S-Video-Eingang. Dafür hat der Samsung gleich zwei USB-Schnittstellen an Bord, eine für ein passendes Speichermedium, die andere für den optional erhältlichen WLAN-Stick (Link-Stick). Der Zugriff aufs Netzwerk funktioniert auch über den LAN-Anschluss. Das Gerät unterstützt Nachrichten, Wetterinfos, Finanzmeldungen oder Bilder von Flickr, allerdings ist die Auswahl dieser parallel zum Fernsehbild laufenden „Widgets“ zur Zeit noch sehr überschaubar. Per DLNA hat man außerdem Zugriff auf Foto-, Video- und Musikdateien im heimischen Netzwerk. Leider war es bei einigen MPEG-Filmen nicht möglich, das Videoformat zu ändern, hier mussten sich die Tester mit winzigen, wahlweise mit verzerrten Bildern zufrieden geben. Mit klassischen Zuspielern war das Ergebnis deutlich besser: Bei Blu-ray-Filmen lobt man die „tollen Kontraste“ und die „hohe Schärfe“, selbst PAL-Signale werden sehr gut dargestellt. Die aufwändige Bildverarbeitung leistet ganze Arbeit: Zwar wird das Ruckeln im Film-Mode nicht vollständig unterbunden, dafür reduziert die Kombination aus „100 Hertz Motion und 600 Hertz Subfield Motion“ Bewegungsartefakte auf ein Minimum.

Mit 81 Prozent (Samsung: 79 Prozent) heimst der Panasonic TX-P50V10E den Testsieg ein. Schon optisch überzeugt das mit einer eleganten Frontscheibe ausgestattete Modell. Die Technik steht dem wertigen Eindruck in nichts nach: Mit an Bord sind unter anderem ein HD-fähiger Multituner für DVB-S, DVB-C, DVB-T und Analogfernsehen, ein SD-Kartenslot für die „flotte“ Wiedergabe von Multimedia-Dateien sowie eine Ethernet-Buchse, über die man Dateien aus dem lokalen Netzwerk streamt oder mittels „VieraCast“ eine Verbindung zum Internet herstellt. Zur Zeit sind verschiedene Online-Dienste installiert, darunter Picasa, YouTube, Tagesschau, Eurosport, Bloomberg und ein Wetterdienst. Der Zugriff auf die Online-Dienste klappte im Test schnell und intuitiv. Wertvolle Pluspunkte fährt der Panasonic vor allem in Sachen Bildqualität ein: Die Tuner liefern scharfe und plastische Ergebnisse, wobei auch die Umschaltgeschwindigkeit gefiel. Noch besser fand man die Qualität bei DVD-Filmen, wenngleich Farben zum Teil etwas „knallig“ dargestellt wurden. Mit „Intelligent Frame Creation“ erreicht man flüssige Filmbilder, allerdings produziert die Technik mitunter Artefakte. Schaltet man den Bildverbesserer aus, dann tritt das normale Filmruckeln wieder auf, dafür sind die Artefakte verschwunden. Die leichten Bildfehler lassen sich mit Blick auf Schärfe und Kontrast der Darstellung allerdings verschmerzen.

In Sachen Bildqualität, Bedienung und Verarbeitung kassiert das Modell von Panasonic die meisten Punkte. Doch auch der deutlich günstiger Samsung erreicht ein „sehr gutes“ Ergebnis.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens