System- & Tuning-Tools: Fünf Partitionierer räumen die Festplatten um

5-partitionierer-im-testIm Testlabor des Magazins für Computer und Technik (c't) mussten vier kommerzielle und das Windows Vista Tool zeigen, wie sie mit NTFS-, FAT32- und ext3-Partitionen umgehen können. Die meisten PC-Hersteller liefern ihre Geräte so aus, dass die ganze Festplatte als Partition C: genutzt wird. Da dies den meisten Usern aus Sicherheits- und Performancegründen nicht genehm ist, muss mit einem Partitionierer neuer Raum für logische Laufwerke geschaffen werden, ohne die bereits bestehenden Daten zu löschen oder zu beschädigen.

Die Datenträgerverwaltung von Windows XP konnte nur radikal durchgreifen und bei einer Neueinteilung der Festplatte alles vernichten – das ist jetzt anders unter Vista. Im Nachhinein lässt sich eine C-Partition, die sich über die ganze Platte erstreckt, bis zur Hälfte verkleinern – mehr geht mit Vista nicht. Denn in der Mitte einer Partition ist der Master File Table (MFT) abgelegt, der selbst von Windows nicht mehr verschoben werden kann. Wem das ausreicht, der braucht keine weitere Software kaufen. User mit Spaß an anderen Betriebssystemen, die ja dank Boot-Manager parallel mit der selben Festplatte genutzt werden können, müssen dann auf Alternativen ausweichen. Aus China kommt eine für den Heimanwender kostenlose, auf 32-Bit-Systeme eingeschränkte Download-Version des Partition Master. Man muss die Software unter Windows-32 installieren und erhält somit die Möglichkeit mit einem Neustart die C-Partition zu verkleinern. Ein weiteres kostenloses Tool ist Parted Magic, welches auf Linux aufsetzt und das Gnome-Tool Gparted nutzt. Die Version ist momentan etwas veraltet und und weigert sich, stark fragmentierte NTFS-Partitionen zu verändern. Paragons Partition Manager 10 in der professionellen Ausgabe ist zwar fähig, ext3-Partitionen anzulegen, kann aber deren Größe nicht mehr ändern. Anders sieht es beim Acronis Disk Director 10 aus, obwohl die eine ext3-Partition nicht sauber verkleinert werden konnte, hat das Programm keine Schwierigkeiten mit dem Dateisystem. Die Bedienung mit der Maus ist kinderleicht und der größte Vorteil des Acronis Programms liegt wohl in der Geschwindigkeit. Wo die anderen Testkandidaten eine Stunde und mehr für die Verkleinerung des 500 GByte großen NTFS-Laufwerks benötigten, ist der Disk Director in 13 Minuten fertig.

Nur wer mit unterschiedlichen Betriebssystemen arbeiten möchte und öfters die Partitionen verschieben muss, braucht eines der kostenpflichtigen Programme – andernfalls reichen die freien Tools immer für den Heimbedarf aus.

Hier können sie eine Übersicht aller Testergebnisse auf unserer Webseite einsehen.

Autor: Christian