Dateimanager: Acht Dateimanager treten gegen Vista- und XP-Explorer an

  • Explorer mit schlechter Handhabung
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Manche Festplatte befindet sich in einem Zustand wie ein Keller oder Dachboden, der über viele Jahre mit Nützlichem und Überflüssigem ständig wahllos gefüllt wurde. Wer hier nicht für Ordnung sorgt, darf sich nicht wundern, wenn der einstmals ach so schnelle PC nach sechs Monaten nur noch kriecht. Computer Bild testete acht Dateimanager und verglich diese mit den üblichen Windows Explorern, die ihre eigentliche Aufgabe nur ausreichend bewältigen können.

Die meisten PC-Nutzer kennen gar nicht die Vorteile, die freie Dateimanager bieten und klicken sich jahrelang umständlich durch die Fenster, ärgern sich über abgebrochene Kopiervorgänge und verlieren ständig die Dateien im Irgendwo bei den Drag'nDrop-Aktionen. Ordnersynchronisation und Dublettenabgleich sind absolute Fremdworte sowie Archivmanager und Schnellbetrachter für diverse Multimedia-Dateien. Dateimanager mit einer umfangreichen Ausstattung an Funktionen kosten schon einen Betrag um 25 bis 40 Euro, aber auch die kostenlosen (FreeCommander und Nenad HRG Q-Dir 3.43) machen keine schlechte Figur. Testsieger wurde der SpeedCommander 12.30 von JDS-Software, der gerade für den Umsteiger wegen der einfachen Bedienung sehr geeignet ist. Viele Vorschaumöglichkeiten und simples Packen und Entpacken vieler Archiv-Programme finden sich auch im recht teuren (60 Euro) Directory Opus 9.1.1.5 von Haage & Partner. Gleichgut aber um die Hälfte günstiger ist der EF Commander 6.81, der über einen „KILL-Knopf“ verfügt und alle Programme auf einen Hieb beendet. Christian Ghislers Total Commander mutet ein wenig nach Old-School an und ist für den Anfänger nicht immer einfach zu bedienen, bietet aber eine Fülle von Optionen. Der FreeCommander 2008.06c bietet als kostenloser Testkandidat ordentliche Vorschauen und gutes Archivmanagement. Auf den weiteren Plätzen finden sich der DateiCommander 10 (zu teuer), Nenad HRG Q-Dir (zu umständlich) und das Operation Center 9.02 von JMMG (Mogelpackung) ein. Bei einer Platzierung im Gesamtfeld wären die beiden Explorer-Versionen nur auf den hinteren Rängen gelandet.

Die eigenen Erfahrungen mit dem TotalCommander reichen bis in die früher 90er Jahre, als dieser erste Windows-Nachfolger des legendären DOS-Programms MidnightCommander auf den Markt kam. Nie war für mich in all den Jahren eine Gewöhnung an den insuffizienten Windows-Dateimanager möglich, da einfach zu viele Funktionen fehlten – Microsoft wird das nie lernen.

Eine Kurzübersicht aller Ergebnisse können Sie hier auf unserer Webseite einsehen oder laden Sie sich doch einfach den ganzen Testbericht herunter.

Autor: Christian