Nahfeldmonitor Adam Audio F7Professionelle Studiolautsprecher, die man auch als Monitore bezeichnet, bieten ein unverfälschtes Klangbild. Für Musik- und Filmproduzenten ist das essentiell, schließlich soll es beim Hörer so klingen, wie es beim Abhören und Abmischen beabsichtigt war. Für den Einsatz in kleineren Studios empfehlen sich Nahfeldmonitore, die direkt an der Abhörposition stehen und heute fast immer mit aktiver Technik angeboten werden.

Analytische Eigenschaften

Um das Audio-Material bestmöglich, sprich: ausgewogen und unverfälscht abzubilden, benötigen Filmer und Musikproduzenten gute Monitore. Nur mit Hilfe präziser Studiomonitore lassen sich Instrumente, Stimmen und andere Schallobjekte punktgenau im akustischen Raum platzieren. Würde man HiFi-Lautsprecher zum Abhören und Abmischen nutzen, die keine analytischen Ergebnisse liefern, sondern vor allem „schön“ klingen sollen, dann tönt es beim Hörer nur dann wie beabsichtigt, wenn die Lautsprecher des Hörers ein identisches Klangprofil wie die Boxen im Studio haben – was höchst unwahrscheinlich ist. Größere Studios, in denen man Schallreflexionen von Wänden, Decken und anderen Objekten mit Absorbern und Diffusoren begegnet, können Mittel- oder Fernfeldmonitore einsetzen, was durchaus Vorteile bringt, in Summe aber recht aufwändig ist. Deutlich häufiger findet man Nahfeldmonitore, die unmittelbar vor dem Hörplatz stehen, denn direkt vor der Box sind die Abhörverhältnisse konstant.

Aufstellung, Verstärkung und Anschlüsse

Boxen und Hörplatz bilden ein gleichseitiges Dreieck, wobei der Hörer maximal zwei Meter von den frei im Raum platzierten Nahfeldmonitoren entfernt sein sollte, möglichst mit den Ohren auf Höhe der Hochtöner. Grundlegende Unterschiede gibt es bei der Technik: Passive Studiomonitore, für die man einen separaten Verstärker braucht, werden heutzutage nur noch selten angeboten. An ihrer Stelle sind Aktivlautsprecher getreten, also Lautsprecher mit einer aktiven Frequenzweiche (analog oder digital), die im Signalweg vor der Endstufe sitzt. In der Regel bieten aktive Studiomonitore eine separate Endstufe für jeden verbauten Treiber. Das Signal vom Quellgerät gelangt auf verschiedenen Wegen zum Nahfeldmonitor: Bei klassischem Studioequipment nutzt man symmetrische XLR-Eingänge, die eine brummfreie Übertragung auch auf längere Strecken ermöglichen. Bei Computern sind XLR-Ausgänge Mangelware, hier benötigt man entweder ein Audio-Interface, XLR-Adapter oder Boxen mit analogen Eingängen in Form von Cinch / Klinke beziehungsweise mit digitalen Buchsen (SPDIF oder USB).

Autor: Jens