top-test-aktivboxenWer Aktivboxen fürs Heim- oder Computerstudio sucht und dabei zu sehr auf den Preis achtet, der spart am falschen Ende. Denn bei einem Studiomonitor sind ausgewogene Klangbalance und neutrale Abbildung besonders wichtig. Nur so kann man Stärken und Schwächen, Frequenzkollisionen und Überlagerungen erkennen und beheben. Die Redaktion der „Beat“ hat 12 Lautsprecher getestet und nennt ihre Favoriten.

Die günstigste Empfehlung kommt von Focal und trägt die Bezeichnung CMS 50. Schon optisch kann der Monitor überzeugen, denn man hat den Fünfzoll-Woofer in ein solides Aluminium-Bassreflexgehäuse integriert. Trotz ihrer kompakter Bauform gelingen der Box Tiefen bis runter zu 55 Hertz und Höhen bis 28 Kilohertz. In Sachen Transparenz und Genauigkeit kann der Bass zwar nicht mit großvolumigen Modellen mithalten, trotzdem klingen die Focal erstaunlich „groß“. Das gilt vor allem für den Mitteltonbereich, der sehr detailliert aufgelöst ist. Die Natürlichkeit der Abbildung wird von seidigen Höhen begleitet, das Klangbild wirkt insgesamt sehr ausgewogen und ehrlich. Die CMS 50 eignen sich nach Aussage der Redaktion auch für anspruchsvollere Produktionen.

Auch die Genelec 8030A sind der Redaktion eine Empfehlung wert. Der Hersteller hat sich für ein Alu-Druckgussgehäuse entschieden, das einen Fünfzoll-Tieftöner und eine Dreiviertelzoll-Metallkalotte beherbergt. Die Kanten der Box wurden abgerundet, um mögliche Beugungseffekte zu minimieren. Mit an Bord sind außerdem eine DCW-Schallführung und ein Bassreflexkanal, der Frequenzen von 58 Hertz bis 20 Kilohertz ermöglicht. Die Ausgangsleistung ist mit zwei 40-Watt-Endstufen nicht ganz so groß wie bei der Focal (80 und 50 Watt), vor allem für den Woofer hätte man sich etwas mehr Kraft gewünscht. Im Hörtest punktet das Boxenpaar dann mit einem besonders analytischen Klangbild. Kein anderes Modell soll in dieser Preisklasse neutraler klingen.

Auch die HR 624 Mk2 von Mackie eignen sich für den semiprofessionellen Bereich. Der Monitor besitzt einen 6,7 Zoll Bass-Mitteltöner, dem ein 1,25 Zoll-Hochtöner zur Seite steht. Die Wandler werden von einer Bi-Amp-Endstufe mit 100 beziehungsweise 40 Watt befeuert. Dank rückseitiger Passiv-Membran gelingen dem Modell Frequenzen bis runter zu 40 Hertz. Entsprechend beeindruckt zeigt man sich von der satten Basswiedergabe. Gleichzeitig soll der obere Frequenzbereich von der neuen Titanmembran profitieren, so dass sich Höhen und obere Mitten harmonisch und ohne nennenswerte Ausreißer in das Gesamtbild einfügen. Wer noch mehr Bassdruck will, dem rät die Redaktion zum größeren Bruder, dem Mackie HR 824 Mk2.

Für eine gute und präzise Basswiedergabe bürgt vor allem die HR 824 Mk2 von Mackie. Noch mehr Natürlichkeit bietet die Genelec 8030A. Doch auch mit der CMS 50 von Focal ist man in Sachen Ausgewogenheit auf der sicheren Seite.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens