top-test-7-aktivboxen1Auch wenn der Heimanwender gern zur großvolumigen Passivbox greift, erzielt man in akustisch unvorteilhafter Umgebung – also in Räumen mit weniger als 25 Quadratmetern oder einem für die Boxenaufstellung suboptimalen Grundriss – meist bessere Ergebnisse, wenn man sich für eine anpassungsfähige Aktivbox entscheidet. Die Zeitschrift „Stereoplay“ hat sieben Modelle getestet, zwei Kandidaten fand man besonders überzeugend.

Die Focus 110 A von Dynaudio verbindet die Vorteile eines aktiven Studiomonitors mit der gefälligen Optik einer HiFi-Box. Von vorne sieht der Lautsprecher aus wie die passiv gesteuerte Focus 110, Gehäuse und Chassis sind bei beiden Boxen nahezu identisch. Dass es sich bei der Focus 110 A um eine Aktiv-Box handelt, erkennt man erst mit Blick auf die Rückseite: Hier wurden zwei jeweils 50 Watt starke Endstufen, eine aktive Frequenzweiche und verschiedene Ortsfilter integriert. Im Hörtest zeigte sich, dass der Klang der vielgelobten Passiv-Version tatsächlich steigerungsfähig ist: Die aktive 110 A spielt noch etwas souveräner, strukturiert Bass- und Grundtonbereich äußerst klar und klingt insgesamt sehr natürlich und erwachsen. Mit geschlossenen Augen würden – so die Einschätzung von Stereoplay-Redakteur Wolfram Eifert - selbst ausgewiesene „Klangkenner“ eher hochwertige Standboxen vermuten. Mit 52 Klangpunkten reicht es in diesem Vergleich zum zweiten Platz.

Knapper Testsieger wird die Genelec 8040 A. Für den privaten Einsatz ist die mit 180 Watt Verstärkerleistung und diversen Ortsfiltern ausgerüstete Box im Aludruckguss-Gehäuse bestens geeignet. Die untere Grenzfrequenz liegt dank elektronischer Entzerrung bei 39 Hertz, beim Maximalpegel konnte man knapp 100 Dezibel messen. Damit die Chassis nicht überfordert werden, hat der Hersteller außerdem einen Limiter integriert. Im Hörtest überzeugt die Genelec mit „atemberaubender Authentizität“. Gitarrenbegleitung und Stimmen wirken äußerst realistisch. Kultivierte Spielfreude und detailreiche Abbildung bringen der 8040 A satte 53 Klangpunkte und damit den Testsieg.

Preisbewusste Kunden, die keine 1800 Euro für Dynaudios Focus 110 A oder Genelecs 8040 A ausgeben wollen, sollten einen Blick zu den Kandidaten von JBL und Adam Audio werfen. So gefiel die JBL LSR 2328 P mit ihrem neutralen, warmen und geschmeidigen Spiel, während man der Adam A 7 überraschend trockene und lebendige Ergebnisse bescheinigt. Beide Modelle gehen im Set für jeweils 970 Euro über die Ladentheke und verdienen sich ebenfalls ein „Stereoplay-Highlight“.

Genelec, Dynaudio, Adam Audio und JBL sind die Highlights dieses Vergleichs. Ist man eher auf der Suche nach einer perfekten Kontrollinstanz mit maximaler Natürlichkeit, dann empfiehlt sich die O 110 von Klein + Hummel .

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens