top-test-7-monitorboxenWer seine Aufnahmen kontrollieren will, der greift zur Monitor-Box. Die Produktpalette reicht vom einfachen Modell, mit dem man Dialoge und Musik auch unterwegs in ausreichender Lautstärke anhören kann, bis hin zum perfekt klingenden Studio-Lautsprecher. Die Redaktion der „Videoaktiv Digital“ hat sieben Modelle verschiedener Preisklassen auf den Prüfstand geholt und erklärt, warum teuer nicht automatisch gut bedeutet.

Das kleinste und günstigste Modell kommt von JBL: Die Control 2 P gehen im Doppel für 286 Euro über die Ladentheke. Mit an Bord sind zwei 12,5 Zentimeter große Tieftöner, trotzdem fehlt es dem Set an Substanz. So hätten sich die Tester bei einigen Stücken mehr Körper gewünscht. Auch die mittleren und hohen Tonlagen fand man etwas zu „heiser“, das Ergebnis entsprechend „belegt“. Wie bei allen Kandidaten wurde ein symmetrischer XLR-Kontakt integriert, außerdem ist ein unsymmetrischer RCA-Cinch-Anschluss mit an Bord. Lob gibt es vor allem für das geringe Gewicht und das Schutzgitter an der Vorderseite. Als robuste und leichte Reisebegleitung zum erschwinglichen Preis hat die JBL durchaus ihre Berechtigung, stehen allerdings Pegel und Dynamik im Vordergrund, dann ist man mit einem anderen Modell besser beraten.

Preis und Abmessungen würden für die Fostex NX-5A sprechen, leider wird das 756 Euro teure Set den hohen Erwartungen nicht gerecht. Die Redaktion spricht von einer „ziemlich bescheidenen“ Abstimmung. Die Mitten sind zu präsent, der Klang insgesamt recht „topfig“. Moniert wird auch die Stimmwiedergabe, die man „blechern-hohl“ und damit eher lästig fand. Die Fostex bekommt 57 von 100 Punkten und damit nur einen Zähler mehr als die JBL – obwohl sie mehr als doppelt so teuer ist. Das vernichtende Urteil der Redaktion: In Relation zum Preis sind die Leistungen der NX-5 „indiskutabel“.

Einen Kauftipp verdient sich die Resolv A6 von Samson. Das 356 Euro teure Set mit den 16,5 Zentimeter großen Tieftönern landet mit 70 Punkten auf Platz drei dieses Vergleichs. Das Spiel wird als „ungemein impulsiv und knackig“ beschrieben, auch die Stimmwiedergabe fand man sehr überzeugend. Kritisiert wird eine Überbetonung der ansonsten luftigen Höhen. Kurzum: Zwar ist das Set tonal nicht perfekt ausbalanciert, trotzdem ist das Verhältnis von Preis und Leistung ausgezeichnet.

Die Control 2 P von JBL empfiehlt sich als transportable Reisebegleitung, die Monitorboxen von Fostex verspielen mit ihrem topfigen Klang wertvolle Punkte. Für die preiswerten Samson recht es neben dem Set von KRK Systems zum Kauftipp. Und wer auf der Suche nach einer perfekten Kontrollinstanz ist, der wird mit dem äußerst analytisch und neutralen spielenden Testsieger von Focal glücklich.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens