Quadriga Quadriga-IT Test

(Organisationssoftware)
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Test zu Quadriga Quadriga-IT

    • FACTS

    • Ausgabe: Special Büromöbel (10/2007)
    • Erschienen: 10/2007
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    ohne Endnote

    „... Quadriga-IT kann durch frei definierbare Zusatzfelder an unterschiedliche Bedürfnisse angepasst werden und eignet sich daher auch zur Verwaltung von Gegenständen, die nicht zu den IT-Ressourcen gehören. ...“

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Kundenmeinung (1) zu Quadriga Quadriga-IT

1 Meinung
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  • Quadriga-IT Review (Stand August 2014)

    von Wollema
    (Mangelhaft)
    • Vorteile: einfach zu entfernen, unbedingt Demoversion vorher anfordern und auf Herz und Nieren testen
    • Nachteile: fehlerhafte Berechnung, Fehler an allen Ecken, nicht zeitgemäß programmiert, Passwörter fest codiert, nicht änderbar, friert ab und an ein, kaum Updates bzw selten, Hardwareerfassung über .EXE Datei (Hallo? Zugriffsrechte?)
    • Ich bin: qualitätsorientiert

    Hallo zusammen,

    hier ist mein persönliches Review über die IT-Inventarisierungssoftware Quadriga-IT (STAND August 2014). Ich habe diese Software über mehrere Monate intensiv genutzt und möchte hier und heute meine Erfahrungen wiedergeben.


    Über Quadriga-IT

    Laut der Homepage www.quadriga.de ist die Software eine Inventarisierungslösung mit integrierten Help-Desk. Sie unterstützt die IT-Abteilung bei der täglichen Arbeit und ist bei mehr als 500 Kunden im produktiven Einsatz.

    Die Software bietet u.a. folgende Features:
    ein Softwarelizenzmanagement
    automatische Erfassung von Netzwerkgeräten
    manuelle Erfassung von Geräten außerhalb des Netzwerkes
    Verwaltung von Tinte und Toner
    Etiketten inkl Barcode
    Mehrbenutzerzugriff
    Vertragsverwaltung

    Auf dem Papier klingt dies alles zwar sehr gut, in der Umsetzung allerdings hat man große Mängel. Das Softwarelizenzmanagement oder das automatische Erfassen von Netzwerkgeräten funktioniert auf einem modernen 64 Bit System nicht, doch dazu später mehr im Kapitel Benutzung&Bugs


    Über die Firma

    Die Firma Quadriga Informatik entwickelt seit über 20 Jahren Softwarelösungen (Quelle: http://www.quadriga.de/ueber-uns/unternehmen.html) und sorgt dafür dass eine Investition in deren Software zukunftssicher (!!!) ist.

    Hier noch einige Zitate der Homepage über das Unternehmen:

    Die Firma "Quadriga Informatik" besteht seit langem und ist finanziell solide aufgestellt. Sie wird vom Gründer und Allein-Inhaber geführt.

    Für uns zählen Kundennutzen, Produktqualität und Unternehmenserfolg auf längere Sicht

    Uns geht es um die Arbeitsabläufe rund um Inventarisierung und HelpDesk. Diese optimieren wir ständig, hier schaffen wir praktische und innovative Lösungen und verbessern sie laufend.

    Bei der Entwicklung und Weiterentwicklung unserer Software achten wir auf die Details. Wir meinen: Fortschritte in Sachen Bedienerfreundlichkeit lassen sich nur erreichen, wenn man jedes Detail ernst nimmt, jeden Arbeitsschritt auf ein Minimum an Mausklicks reduziert. Wenn Sie unsere Software prüfen oder mit ihr arbeiten, finden Sie immer wieder Beispiele für gelungene Detaillösungen.

    Dazu muss man wissen dass die neuste Version des Handbuch vom 12.05.2011 ist und laut Homepage die letzten drei Softwareupdates vom 14.05.13, 15.11.11 und 07.06.11 sind. Die Programmweiterentwicklung ist daher als schlecht bis mäßig einzustufen (siehe Kapitel Benutzung&Bugs)


    Installation

    Unser KMU hat eine Mehrbenutzerlizenz erworben, damit mehr als ein Kollege mit der Software arbeiten kann.
    Die Installation der Software auf dem Client und Server, sowie die Konfiguration der Datenbankverbindung könnte besser sein. Quadriga-IT benötigt nämlich zwingend eine Sybase Datenbank, andere moderne und weitverbreitete Datenbankarten wie MYSQL, MS SQL, Maria DB, usw werden leider unterstützt.

    Installiert man Quadriga auf Windows 7 64 Bit, so muss man sehr viele Pfade in der Software später umstellen, da überall der Pfad “c:\programme” vorgegeben ist. Tutman dies nicht hagelt es erstmal Fehlermeldungen.

    Ein großes Sicherheitsproblem ist, dass die Clients nur mit dem festeinprogrammierten Usernamen dba und dem Passwort sql eine Verbindung zum Datenbankserver aufbauen können. Laut Hotline ist dies auch nicht abzuändern, dass heißt wenn einer diese Daten herausfindet und der Administrator bekommt dies mit, so kann der Admin den bösen User zukünftig nicht sperren, etc. In der heutigen Zeit finde ich festeinprogrammierte Passwörter, etc ein Relikt aus den 90er (dazu später mehr). Hier hatte ich meinen ersten Eindruck, das Quadriga-IT vielleicht nicht soooo ganz auf der Höhe der heutigen Zeit angekommen ist was Softwareentwicklung angeht. Dieser Verdacht sollte sich noch weiter bestätigen….

    Benutzung&Bugs

    Hier liste ich ungeordnet die gravierendsten Fehler und Bedienungsprobleme auf

    Allgemeines:

    Wie auch im Kapitel Installation gibt es gewisse festprogrammierte Hintertürchen in Quadriga-IT. Wenn man sein Passwort vergessen hat muss man nur einen beliebigen User angeben und als Passwort xyz123 (kein Scherz!) eingeben und schon hat man die höchsten Benutzerrechte (ein Gruß an die NSA an dieser Stelle)

    In vielen Dialogen hat man zwar (wie aus Word, etc bekannt) unter dem Menü Bearbeiten einen Button namens Rückgängig, aber dieser funktioniert einfach nicht (ausgegraut). Er ist...einfach nur da.

    Sämtliche Eingaben werden in Quadriga-IT DIREKT durchgeführt. Es gibt kein Button mit speichern mit dem die Änderungen übernommen werden. Sehr oft kommt es vor dass man z.b. aus Versehen einen Teil einer Seriennummer eines Gerätes löscht und diese dann auch direkt gespeichert ist. Es macht dann unglaublich viel Spaß diese SN wieder aus den Aktenordner zu suchen. Heutzutage ist man es gewohnt eine fehlerhafte Eingabe in einem Dialog entweder rückgängig zu machen oder den Dialog abzubrechen damit die Fehler nicht gespeichert werden. Verwirrenderweise gibt es auch noch manchmal die beiden Buttons SCHLIEßEN und SPEICHERN die beide EXAKT DASSELBE machen, nämlich speichern(!) Quadriga verzeiht keine Fehler.

    Heutzutage kann man z.b. in Windows direkt mit RECHTS auf z.b. eine Datei klicken, und dann geht das Menü auf. In Quadriga funktioniert dies manchmal nicht, so dass das Rechtsklickmenü für das noch markierte ausgewählte Objekt aufgeht

    Es gibt keine Überprüfung ob z.b. eine Seriennummer bereits vorhanden ist

    Bei vielen Zuordnungen wie z.b. mehrere Tintenpatronen zu einem Gerät ist keine gleichzeitige Mehrfachauswahl in den Dialogen z.b. mit gedrückter SHIFT oder STRG möglich

    Hat man 2 Monitore und zieht Quadriga z.b. auf den linken, sekundären Monitor, dann öffnet sich ein Pop-UP oder ein Dialog trotzdem nur in dem Hauptbildschirm.


    Ein PC kann nicht 2 Kostenstellen zu jeweils 50 % zugeordnet werden (z.b. wenn sich 2 Halbtagskräfte mit unterschiedlichen Sachgebieten den PC teilen

    Bestellwesen-Inventur. Nimmt man hier Änderungen vor, muss in die entsprechende Zeile 2 mal geklickt werden. Klickt man dann in das Feld um die Anzahl zu verändern muss man den Cursor erst umständlich rechts der letzten Ziffer platzieren und dann die Lösch Taste drücken

    Es lönnen zwar SNMP Daten von einem Drucker ausgelesen werden, aber eine Art Warnung bei niedrigen Tonerstand etc ist automatisiert nicht möglich. Mann muss den Scan erstens manuell auslösen und die gescannten Ergebnisse selbst manuell interpretieren

    Hier noch ein Auszug aus dem Handbuch zu dem Modul PCScan: “Ist der zu scannende PC nicht Teil einer Windows-Domäne, muss auf dem PC ein zur Gruppe der Ad-ministratoren gehörendes Konto existieren, das dieselbe Kombination aus Benutzernamen und Kennwort hat, wie das Konto, mit dem Sie sich auf Ihrem PC angemeldet haben. Das Kennwort des verwendeten Kontos darf nicht leer sein. Auf dem zu scannenden PC kann der Benutzer ohne weiteres ein anderes Konto für die Anmeldung verwenden. Für die praktische Umsetzung bedeutet dies, dass Sie auf den PCs in Ihrem Netz-werk jeweils ein zur Gruppe der Administratoren gehörendes Benutzerkonto mit derselben Kombination aus Benutzername und Kennwort anlegen.” Quelle: Hilfe zu PCScan, Stand: 31.05.2006, Kapitel: Kein WMI Zugriff möglich

    nutzt man die PCScan.exe zum scannen, und stellt den Pfad für die zu generierende Scan datei nicht von a:\ auf was anderes um, dann läuft der Scanvorgang durch und zeigt auch keinerlei fehlermeldung wie z.b. “Kann nicht auf Laufwerk a: schreiben”

    Es lassen sich laut Handbuch auch PCs per E-Mail scannen. Hierzu kann man die PCScan.exe einfach dem Anwender zumailen, welcher dann selbstständig die EXE ausführen soll und die Ergebnisse dann zurückmailen kann. In der Praxis funktioniert dies allerdings nicht, da jeder Admin weiß wie Outlook auf das Ausführen von .exe Dateien reagiert. Mit sehr sehr alten Outlook Versionen mag das ja noch funktionieren (Die Screenshots im Handbuch scheinen Outlook 2003 oder älter zu sein), aber in der heutigen Zeit…...

    Quadriga-IT Friert während dem scannen gerne mal ohne Rückmeldung ein, fängt sich aber dann wenn man den PC lange genug in ruhe lässt.

    Es gibt keine Prüfung ob eine Seriennummer z.b. durch Fehleingaben doppelt vorhanden ist

    PCScan kann maximal SNMP v2

    Linux Geräte können nur per SNMP gescannt werden

    Laut Handbuch Seite 295 wird es nicht empfohlen direkt beim Starten eines PCs einen Scan (z.b. durch ein Loginscript) durchzuführen. Hier wird das manuelle Scannen per Netzwerk empfohlen. Die Begründung ist, dass sich ja in 2 Tagen nicht viel verändert. Aus eigener Praxis kann ich sagen dass der Scanvorgang pro Client bereits mehrere Minuten dauert und dies einfach beim PC Start nicht praktikabel ist. Quadriga empfiehlt dann alle 2 Wochen oder so manuell die SCAN-Dateien der zu scannenden Clients zu löschen, und dann neu zu scannen. Meine Erfahrung ist es dass das ganze sehr sehr zeitaufwendig ist und auch das Konzept des Scannens (.exe Dateien, Windowskonto muss auf Client verfügbar sein) nicht zeitgemäß ist. Wer mehr darüber wissen möchte empfehle ich eine Demo Version zu ordern und dann das Handbuch ab Seite 269 zu lesen.

    Der Kundenbereich der Webseite ist mit der Kundennummer der Kunden geschützt. http://www.quadriga.de/kundenbereich/login.html , wobei die Kundennummer einfach nur durchnummeriert werden. Hier kann man alle Zahlen zwischen 50001 und 50999 benutzen.
    PCScan, Funktionsweise

    Für das Scannen von Netzwerk PCs benötigt man wie gesagt PCScan.exe. Dieses Modul “erkennt” auch die installierte Software. Allerdings basiert das Konzept zur Softwareerkennung auf 2 Punkten.

    1 Welche Dateien sind Software?
    Zitat Handbuch S 296 “Neben den Programmdateien mit der Endung "EXE" kann PCScan auch COM-Dateien ermitteln. Bei COM-Dateien handelt es sich um ausführbare Dateien für DOS-basierte Systeme wie z.B. MS-DOS, DR-DOS, PC-DOS. Das Betriebssystem Windows behandelt COM-Dateien genau so wie andere ausführbare Dateien. Wenn Sie das Kontrollkästchen "Sonstige Software-Komponenten" markieren, sucht PCScan die Programmdateien, bei denen im Fenster "Programme" das Kontrollkästchen "Komponente erstellen" markiert ist. Um ausschließlich nach diesen Programmdateien zu suchen, markieren Sie den Radioknopf [Gezielt Software-Komponenten su-chen].”

    Das ist es also. Software ist primär einfach .exe Dateien. Manche Programmordner wie z.b. Adobe Reader (C:\Program Files (x86)\Adobe\Reader 11.0\Reader) haben allerdings mehrere .exe Dateien in den entsprechenden Unterordnern. so bekommt man viele falsche Ergebnisse. Dadurch bekommt man generell bei einem Scan sehr sehr viele Falsche Ergebnisse, welche man alle manuell durchschauen muss. Einfacher wäre es die Uninstal Strings in der Registry zu untersuchen, aber das kann Quadriga nicht.

    2 Welche Verzeichnisse sind nach installierter Software zu durchsuchen?

    Hier kann man die Einstellungen “Alle Festplatten des PCs”, “nur die Festplatte X” oder EIN (!!!) lokales Verzeichnis. In einem modernen Bertriebssystem wie Windows 7 64 Bit gibt es allerdings 2 Ordner (c:\programme und c:\programme(x86)) welche installierte Software enthalten. Will man also beide Ordner erfassen, so muss man die komplette Festplatte c: auswählen wodurch der Scanvorgang knapp 10 Minuten dauert und auch sämtliche .exe und .com Dateien aus c:\windows auflistet.

    UPDATE:
    Quadriga-IT hat angekündigt in dem nächsten Update die Möglichkeit hinzuzufügen ZWEI (!!!) Verzeichnisse angeben zu können. Die Erkenntnis das moderne Betriebssysteme 2 wichtige Ordner für installierte Programme haben, hat also nur von 2009 bis 2014 bei Quadriga gedauert. Mit diesem Update wird dann zwar die Scanzeit verkürzt, allerdings ist keine Verbesserung an den Trefferergebnissen (mehrere .exen pro Programmordner) zu erwarten


    Fazit:

    Quadriga-IT wirkt wie ein Relikt aus den Pioniertagen der IT. Es reagiert verzögert, friert ein, gibt bei Fehlern kaum Rückmeldungen, Eingabefehler werden nicht verziehen, nur eine DB-Engine wird unterstützt und es gibt festeinprogrammierte Passwörter und Hintertürchen. Eine spürbare Weiterentwicklung auf bessere Usability oder Bedienungsstandards der heutigen Zeit ist ebenfalls nicht zu erkennen. Die Weiterentwicklung beschränkt sich auf das nötigste. Für Preise zwischen 1300 € und 3000 € (Je nach Unternehmengröße und Modulauswahl) definitiv zu wenig. Die Werbeversprechen der Homepage spiegeln nicht die Realität wieder und manche Designkonzepte (EXE Dateien per Outlook versenden und dann vom Anwender ausfüllen zu lassen) kann man nicht nachvollziehen

    Ich rate von der Software ab bzw empfehle vorher sich die Demoversion (Unbedingt Quadriga-IT UND (!!!) das PCScanmodul auf Herz und Nieren testen) sehr genau anzuschauen.

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