Smartphones (Handys): Kluge Alleskönner für die Hosentasche – in vielen Variationen

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Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Hohe Display-Pixeldichte sorgt für gute Lesbarkeit
  • Akkulaufzeit stark von Hardware abhängig
  • Kameraauflösung nicht ausschlaggebend für tatsächliche Fotoqualität
  • Benchmarks geben wenig Aufschluss über alltägliche Performance

Wie bewerten Testmagazine Smartphones in ihren Testberichten?

Smartphones werden üblicherweise mehreren Tests unterzogen. So messen Tester nicht nur die reine Leuchtkraft eines Displays, sondern errechnen gleichzeitig die Pixeldichte, die sich aus der verwendeten Auflösung sowie der Display-Größe ergibt. Damit können Magazine Smartphones anhand ihrer Schärfe und Farbdarstellung in Bestenlisten einordnen. Vereinzelt wird auch geprüft, wie man das Display im Freien und insbesondere in direktem Sonnenlicht ablesen kann. Sobald die Helligkeit die üblicherweise auftretenden Reflexionen kompensieren kann, erhalten Smartphones gute Noten. Kann man das Gerät zusätzlich ohne Kontrast- und Farbverfälschungen aus der Sonne drehen, vergeben Tester für eine gute Blickwinkelstabilität zusätzliche Aufwertungen.

Apple iPhone 8 Plus Smartphone mit Dual-Kamera. Die Dual-Kamera des Apple iPhone 8 Plus gilt als Referenz für leistungsstarke Smartphone-Fotografie. (Bildquelle: apple.com)

Die Kameras stehen in Testberichten ebenfalls stark im Fokus. Dazu schießen Tester unter diversen Lichtverhältnissen praxisnahe oder aber auch labornahe Fotos. Zu Letzterem zählen beispielsweise Farb- und Kontrasttabellen, die dazu dienen, die Qualität einer Kamera vergleichbar zu machen. Uns fällt dabei auf, dass die reine Auflösung wenig über die tatsächliche Fotoqualität aussagt. Dual-Kameras mit ordentlichem Sensor und einer 12-Megapixel-Auflösung, wie beim Apple iPhone 7 Plus, können bessere Fotos machen, als Kamera-Boliden mit satten 19 Megapixeln. Vor allem die Performance in schlechten Lichtverhältnissen gilt in Testberichten als Königsdisziplin aus, die die besten Smartphones beherrschen muss.

In puncto Akku unterziehen viele Magazine Smartphones unterschiedlichen Lauftests. Diese simulieren oftmals eine praxisnahe Anwendung: Bei aktviertem WLAN werden Internetseiten geöffnet, diverse Apps gestartet oder Videos wiedergegeben. Selbst Handys, die gerade so einen Tag ohne Steckdose überstehen, erhalten an dieser Stelle gute bis sehr gute Noten. Wir beobachten vor allem, dass die schwächere Technik vieler Einsteiger-Smartphones und einiger Mittelklasse-Modelle für längere Laufzeiten sorgt. Allerdings ist die schwache Performance gleichzeitig Grund dafür, dass sich solche Geräte in einer Bestenliste nicht von teureren Modellen abheben können.

Sind Benchmarks repräsentativ für die tatsächliche Leistung?

Ein Benchmark ist immer ein Ergebnis diverser künstlicher Leistungstests. Einerseits machen solche Benchmarks die Chipsätze – Prozessor, Grafikeinheit und Arbeitsspeicher – vergleichbar, andererseits sagen diese Ergebnisse sehr wenig über die alltägliche Bedienungsgeschwindigkeit aus. Wenn ein Android-System schlecht an den Chipsatz optimiert ist, kann dieser einen ordentlichen Benchmark abliefern, aber im Alltag für teils ruckelige Performance sorgen.

Autor: Julian