Schnurlostelefone: Strahlungsarm, funktionsreich und dank VoIP mit guter Gesprächsqualität

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Das Wichtigste auf einen Blick:

  • die meisten Geräte setzen inzwischen auf Voice over IP
  • ISDN-Netze sind inzwischen abgeschaltet
  • HD-Telefonie liefert weitaus bessere Gesprächsqualität
  • Nähern sich beim Funktionsumfang den Smartphones an

Wie werden Schnurlostelefone von Testmagazinen geprüft?

Gigaset Sculpture CL750A Go Der Touchscreen hat sich bei den Telefonen noch nicht ganz durchgesetzt. Die meisten Hersteller setzen auf ein Farbdisplay und Tasten. (Bildquelle: gigaset.com)

Das Smartphone hat das klassische Telefon inzwischen beinahe verdrängt. Der Markt für Schnurlostelefone ist deshalb inzwischen relativ übersichtlich. Tests zu Schnurlostelefonen sind daher selten, dafür aber oft sehr ausführlich. Traditionsmagazine wie „connect“ oder „teltarif.de“ testen regelmäßig die neuen Produkte der großen Telefonhersteller Gigaset, Panasonic und AVM.
Für Produktvergleiche werden in der Regel Messwerte herangezogen. Lautstärke und Tonqualität werden sowohl objektiv als auch subjektiv bewertet. Außerdem messen die Tester die Akkulaufzeiten der Geräte sowohl für den Standby-Betrieb als auch bei Dauertelefonie.
Neben den messbaren Werten fließen weitere Aspekte in die endgültige Wertung der Testmagazine ein. So ist der Funktionsumfang stets ein wichtiges Thema in den Testartikeln. Gute Schnurlostelefone bieten Sonderfunktionen wie Babyphone, Wecker, Geburtstagserinnerungen oder sogar die Anzeige von RSS-Newsfeeds.
Auch die Verwaltung der Telefonkontakte wird kritisch begutachtet. Das Anlegen und eventuelle Synchronisieren von Kontakten muss einfach vonstattengehen und das Gerät muss genügend Platz für viele Nummern bieten. Der Anrufbeantworter sollte ebenfalls zuverlässig funktionieren, eine gute Sprachqualität aufweisen und genug Speicherplatz zur Verfügung stellen.
Da die meisten Schnurlostelefone inzwischen Farbdisplays oder gar Touchscreens haben, wird die Qualität des Displays in den Tests immer mehr zum Thema.

Ist die elektromagnetische Strahlung bei Schnurlostelefonen gefährlich?

Fest steht: Von Schnurlostelefonen geht eine messbare elektromagnetische Strahlung aus. Diese fällt aber sehr gering aus und ist nicht intensiver als viele andere Strahlungen, die uns täglich umgeben. Somit ist die Strahlung von Schnurlostelefonen generell als ungefährlich einzustufen. Die Hersteller achten seit einigen Jahren zudem darauf, die ohnehin niedrige Strahlungsmenge noch weiter zu reduzieren. Geräte mit dem ECO DECT-Label oder einem „Full Eco“-Modus deaktivieren in der Basisstation ihr Funkmodul, wodurch fast keine elektromagnetische Strahlung mehr verbreitet wird. Das Siegel „Blauer Engel“ ist ebenfalls ein guter Indikator für besonders strahlungsarme Geräte.

Welche Vor- und Nachteile birgt der Umstieg auf VoIP-Telefonie?

Panasonic KX-TGJ323G Schnurlostelefone sind in der Regel auch als Set mit mehreren Mobilteilen erhältlich. (Bildquelle: panasonic.com)

Im Vergleich zu klassischen Analog- oder ISDN-Telefonanschlüssen liegt der wohl größte Vorzug der IP-Telefonie in der Sprachqualität. Dank HD-Telefonie sind Gesprächspartner deutlich besser zu verstehen, was sich insbesondere dann bemerkbar macht, wenn Zahlen oder Buchstaben diktiert werden sollen.
In Unternehmen ist das Management von VoIP-Anschlüssen zudem deutlich einfacher als das von aufwendigen Analog-Telefonanlagen.
Ein klarer Nachteil der VoIP-Telefonie ist die Abhängigkeit vom Internetanschluss. Fällt das Internet aus, so ist auch Telefonieren nicht mehr möglich. Eine geringe Bandbreite kann zudem zu einer Reduktion der Gesprächsqualität führen.
Außerdem gibt es wie bei allen Internet-Aktivitäten auch bei der VoIP-Telefonie Sicherheitsbedenken. Immerhin arbeiten Provider und Gerätehersteller verstärkt an verbesserten Verschlüsselungstechnologien.

Autor: Gregor L.