Deutsche Telekom ISDN-Telefone: Das leise Sterben der ISDN-Technik

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ISDN-Telefon der TelekomDie Deutsche Telekom gehört zu den ganz großen Anbietern von Festnetztelefonen in Deutschland – gleich hinter dem Platzhirschen Gigaset. Umso mehr erstaunt es vielleicht, dass das Angebot an Telefonen für den ISDN-Anschluss an den Fingern einer Hand abgezählt werden kann. Sind mit Stand Mitte 2015 noch 22 verschiedene Telefone auf der Telekom-Website zu finden, so erfüllen nur drei davon die Voraussetzung, um am ISDN-Anschluss betrieben zu werden. Davon wiederum ist nur eines ein Schnurlostelefon.

Router erlauben freie Telefonwahl - auch am ISDN-Anschluss

Es handelt sich dabei um das Sinus A 503i. Dabei bleibt es dann aber auch schon. Der Grund ist ganz einfach, dass die Telekom deutschlandweit den Ausbau der ISDN-Technologie gestoppt hat und auf die IP-Technologie setzt. Und so werden nur noch spezielle IP-Telefone oder Analogtelefone für den Anschluss an die mittlerweile weit verbreiteten Heimrouter verkauft. Dank dieser Router ist es in der Regel häufig ohnehin egal, welches Telefon man besitzt. Denn die Router können meist an Analog- wie auch ISDN-Anschlüssen betrieben werden und erlauben stets den Anschluss von Analogtelefonen, wandeln die Signale also einfach um.

ISDN-Telefone an der Modellbezeichnung erkannt

Wer aber einen solchen Router nicht besitzt oder andere spezielle Gründe für den Erwerb eines ISDN-Telefons besitzt, muss nun recht lange suchen. Natürlich kann man dann nicht nur auf das eine aktuelle Modell zurückgreifen, sondern auch auf ältere Telefone, die noch im Handel erhältlich sind. Man erkennt die ISDN-Varianten jeweils am der Modellnummer nachgestellten „i“, wie in obigem Beispiel ersichtlich. Dabei gibt es ISDN-Varianten sowohl in der Sinus-Baureihe als auch in der schnurgebundenen Concept-Baureihe.

Die Zukunft der ISDN-Technik

Übrigens nennt die Telekom den ISDN-Anschluss mittlerweile Universalanschluss, was manchen Kunden verwirrt. So oder so wird das Netz aber in den kommenden Jahren komplett abgeschaltet und auf IP-Technik umgestellt. Die Qualität wird darunter nicht leiden, da die Telekom garantiert, jeweils erst dann auf einen Breitbandanschluss zu wechseln, wenn eine ausreichende Datenrate für eine ebenso hochwertige Telefone vorhanden ist. Tatsächlich erhöht sich die Sprachqualität de facto, da IP-Anschlüsse noch höhere Datenraten im Upload erlauben. Außerdem wird weniger Spezial-Hardware benötigt und es gibt Vorteile wie einen Cloud-Anrufbeantworter. Es macht also tatsächlich wenig Sinn, an der alten Technologie festhalten zu wollen.

Autor: Janko