Telefone: Wenn einfach einmal Ruhe herrschen soll

Das Telefon kann ebenso Segen wie Fluch sein. In den vergangenen Jahren haben allerdings die Schattenseiten der ständigen Erreichbarkeit sprunghaft zugenommen. Fand man Telefonnummern einst nur in Telefonbüchern – und auch das nur nach voriger Zustimmung – sind mittlerweile umfangreiche Nummernsuchen im Internet verfügbar. Alternativ kaufen ominöse Callcenter die Rufnummern im Kilopack auf noch ominöseren Wegen ein und nerven mit Spamanrufen. Doch dagegen gibt es wirksame Mittel..

Ruhe zu Nachtzeiten

So bieten mittlerweile eine Menge Festnetztelefone ab der Mittelklasse zumindest einen sogenannten Nachtmodus. Dieser sorgt dafür, dass alle Anrufe in einer zuvor definierten Zeitperiode auf stumm geschaltet und nur noch optisch signalisiert werden. Selbstverständlich kann man dieses Feature nicht nur für Nachtzeiten verwenden, so wie auch die Länge des Zeitfensters variabel bestimmt werden kann. Äußerst selten ist dagegen leider die Möglichkeit, mehrere Zeitfenster zu definieren.

Etwas weniger pauschal geht es auch

Natürlich ist ein Nachtmodus nur ein Rundumschlag sehr unpräziser Art. Etwas konkreter wird es dagegen bei Telefonen, die über einen Rufnummernfilter verfügen, der nach Anrufen mit übertragener Rufnummer oder eben anonymen Rufnummern filtert. Eingehende Gespräche ohne Rufnummernübertragung werden dann wie beim Nachtmodus nur noch mit einem optischen Signal angekündigt und nerven nicht mehr mit lästigem Dauergeklingel. Das ist besonders praktisch bei Callcentern und nachstellenden Personen, die nur zu ungern ihre wahre Rufnummer verraten.

Spezialfall: Rufnummernsperren

Doch manchmal nerven einen vielleicht auch ganz „normale“ Gesprächspartner mit aktivierter Rufnummernübertragung – etwa ehemalige Geschäftspartner, der oder die Ex, Umfrageinstitute oder auch ungeliebte Familienmitglieder. Für diese Fälle gibt es sogenannte Anrufersperrlisten oder Blacklists. Sie erlauben die genaue Definition ganzer Rufnummernblöcke oder einzelner Telefonnummern, die entweder stumm geschaltet oder ganz abgewiesen werden. Im letzteren Fall erhält der Anrufer nur das Besetztzeichen und wird nicht einmal mehr angezeigt.

Autor: Janko