Wie werden Analogtelefone getestet?

Analogtelefone im Überblick Moderne Analogtelefone im Überblick (Bildquelle: amazon.de)

Den meisten Nutzern dürfte vermutlich gar nicht bewusst sein, dass es am aktuellen Telefonmarkt eigentlich fast nur noch Analogtelefone und eine Handvoll reiner IP-Telefone gibt. Viele Analogtelefone sind heute ohnehin Hybrid-Modelle, die mit beiden Anschlusstechniken zurechtkommen. Da moderne Router aber jedes beliebige Telefon akzeptieren, ist für den Endkunden die Entscheidung relativ leicht. Die Testkriterien für Festnetztelefone unterscheiden sich daher kaum. IP-Telefone haben lediglich den Vorteil, dass sie Internetdienste nutzen können, die für das Gros der Kunden aber ohnehin nur eine untergeordnete Rolle spielen.
Wer auf diese Diensteunterschiede Wert legt, sollte auf Tests in den Magazinen "connect", "Computer Bild" oder "c't" achten, die solchen Aspekten in einzelnen Tests eine größere Aufmerksamkeit zukommen lassen. Bei den anderen spielen eher die Klangqualität, die Stabilität der Verbindung, die Komfortmerkmale wie Babyphone-Modus und Anrufersperrlisten sowie die Ausdauer eine wesentliche Rolle. Daneben wird natürlich stets auch die Bedienbarkeit bewertet. Und in dieser Hinsicht werden die analogen Telefone nicht anders bewertet wie ihre IP-Gegenstücke.

Die ausdauerndsten Analogtelefone

  1. Panasonic KX-TGE510
    330 h
    Panasonic KX-TGE510

    Gut

    1,7

  2. Gigaset Comfort 500
    320 h
    Gigaset Comfort 500

    Sehr gut

    1,3

  3. Gigaset S700H Pro
    320 h
    Gigaset S700H Pro

    Sehr gut

    1,4



Ferner gibt es vereinzelt Tests, die sich gezielt auf die die Zusammenarbeit zwischen einem bestimmten Router und verschiedenen Mobilteilen fokussieren, wenn das Mobilteil also direkt an der Basisstation eines Routers angemeldet werden soll. Hierbei spielt die Anschlussart ohnehin keine Rolle, weil das Mobilteil einfach per DECT-Funk an den Router angemeldet wird. Gleichwohl kann auch in diesem Szenario eine Einschränkung von Dienstmerkmalen bei analogen Geräten vorliegen, IP-Telefone bieten oftmals eine bessere Integration etwa bei der Trennung des Router-seitigen Adressbuchs vom Mobilteil-eigenen.

Kann ich mein Analogtelefon überhaupt noch verwenden?

Gigaset CL660HX Viele moderne Analogtelefone sind ohnehin zugleich IP-Telefone: Gigaset CL660HX (Bildquelle: gigaset.de)

Die Vermittlungstechnik wurde mittlerweile in ganz Deutschland auf digitale Technik umgestellt, und selbst die Hausanschlüsse werden zunehmend digitalisiert. Die großen Schlagworte dieses Jahrzehnts sind „FTTH“ (fibre to the home) und „FTTB“ (fibre to the building). Indes, Panik, sein gutes Analogtelefon nicht mehr nutzen zu können, braucht man keine zu haben. Beide Technologien vertragen sich sehr gut miteinander: Analoge Signale können mühelos in digitale umgewandelt werden– und umgekehrt. Ein Analogtelefon kann also problemlos an einem digitalen Anschluss verwendet werden, sofern man einen Analog-/Digital-Wandler (a/b-Adapter) verwendet. Den gibt es in jedem gut sortierten Elektronikmarkt zu erwerben.
Noch einfacher geht es mit dem Erwerb eines Routers, den man in der heutigen Zeit in der Regel ja ohnehin benötigt. Schließlich wollen die meisten Haushalte nicht nur ein Telefon anschließen, sondern auch PCs oder Tablets mit dem Internet verbinden. Nahezu jeder moderne Router verfügt über eine entsprechende Schnittstelle. Er besitzt integrierte a/b-Wandler, die entsprechenden Telefonbuchsen sind meist deutlich an der Rückseite des Gerätes ausgewiesen. Es gibt weder Einschränkungen bei der Sprechqualität noch Probleme bei der Nutzung der internen Komfortmerkmale Problematisch sind allenfalls Zugriffe auf Router-interne Dienste wie etwa ein dort hinterlegtes Adressbuch, dafür ist dann ein IP-Telefon doch besser geeignet.

Kann ich mit meinem Analogtelefon ISDN-Merkmale nutzen?

Durch die Volldigitalisierung der Netze sind heute auch die meisten Netzanbietermerkmale für alle Telefontypen verfügbar. Dies ist heute weitgehend unabhängig vom Endgerät, sondern eher eine Frage der Qualität des verbauten a/b-Wandlers im Router und welche Dienste dieser weiterleiten kann. Wer ein Analogtelefon auf diese Weise an einem digitalen Anschluss verwendet, hat daher grundsätzlich keine Nachteile gegenüber der Verwendung an analogen Anschlüssen. Typische ISDN-Merkmale wie Makeln, Dreierkonferenz, Anklopfen, Unterdrückung der eigenen Rufnummer, Übermittlung der Rufnummer und Rückruf bei Besetzt sind vielfach für alle Nutzer verfügbar, dies hängt aber auch stark vom Angebot des Netzanbieters ab.

Wofür steht der ECO-Mode und was meint Full ECO Mode plus?

Eines der wichtigsten Merkmale eines modernen Schnurlostelefons ist die verwendete Energiespartechnologie. Dieser Eco-Modus reduziert unter bestimmten Umständen die Sendeleistung des Telefons und senkt auf diese Weise unmittelbar den Stromverbrauch sowie die Strahlenbelastung in seiner Umgebung. Leider ist der Eco-Modus bei jedem Hersteller unterschiedlich gestaltet; die Deutsche Telekom wirbt beispielsweise mit gleich zwei verschiedenen Eco-Systemen. Die beiden Systeme nennen sich „Full ECO Mode“ und „Full ECO Mode plus“. Hierbei ist der erstgenannte Modus recht schlicht gehalten: Er meint, dass der Sender der Basisstation komplett abgeschaltet wird, wenn einige Zeit keine Gesprächsverbindung besteht. Das reduziert den Stromverbrauch immerhin erheblich. Zudem sinkt die Strahlenbelastung, da das Mobilteil selbst nur auf Empfang bleibt, bis es von der Basisstation angesprochen wird. Leider gilt dies nicht beim Telefonieren selbst: Hier senden Telekom-Telefone im Full ECO Mode mit voller Leistung.

Das ändert sich, wenn man ein Modell mit dem plus-Modus wählt. Denn dann erfolgt die Kommunikation zwischen Mobilteil und Basisstation stets so, dass die Sendeleistung an die Entfernung zwischen beiden Geräten angepasst wird. Telefoniert man also im selben Raum, in dem die Basisstation aufgestellt ist, fällt die Strahlenbelastung deutlich geringer aus als wenn man von der Gartenterrasse aus seine Gespräche führt. Im Ruhezustand bleibt der Sender der Basisstation wie schon im einfachen ECO Mode ganz abgeschaltet. Es ist daher empfehlenswert, gleich zu einem Modell mit dem neueren Full ECO Mode plus zu greifen. Angesichts der erheblich längeren Phasen im Standby-Betrieb wirkt sich die Reduktion bei der Telefonie zwar im Geldbeutel nicht mehr ganz so deutlich aus, dafür jedoch spart man sich die unnötige Strahlenbelastung – auch wenn deren Schädlichkeit bis zum heutigen Tag nicht nachgewiesen, andererseits aber eben auch nicht widerlegt werden konnte. Zum Glück hat sich dieses Merkmal aber mittlerweile bis in die Einsteigerklasse der Telefone durchgesetzt: So gibt es selbst einfache Analog-Schnurlostelefone der Sinus-200er-Baureihe mit diesem Modus. Man sollte allerdings ganz genau hinsehen, denn umgekehrt gibt es durchaus noch einige teurere Geräte, die nur den einfachen Full ECO Mode bieten.

von Janko Weßlowsky

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