Smartphones: Was bedeuten die Schutzklassen?

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Outdoor-HandysHandys für die sogenannte Outdoor-Nutzung sind groß im Kommen: Waren es vor einigen Jahren noch überwiegend simpelste Einsteigermodelle, die für Baustellenarbeiten und ähnliche Verwendungen gefertigt wurden, gibt es in diesem Segment mittlerweile sogar ausgewachsene Smartphones für Geschäftsreisende und Multimedia-Handys mit Spielereien wie Schrittzähler und Höhenmesser für Sportler. Dabei sieht man vielen modernen Outdoor-Smartphones ihre Fähigkeiten nicht einmal mehr an. Doch was bedeuten in diesem Zusammenhang eigentlich die jeweiligen Schutzklassen wie IP67? Was verrät dieser Code dem interessierten Käufer?

Zwei Ziffern geben die genaue Schutzwirkung an

Die Schutzklasse setzt sich in der Regel aus zwei Kennziffern zusammen, die im Allgemeinen ohne Zwischenraum mit der Bezeichnung IP genannt werden. Diese zeigen an, welchen Schutzumfang ein Gehäuse hinsichtlich Berührungen beziehungsweise dem Eindringen von Fremdkörpern (erste Kennziffer) und Feuchtigkeit beziehungsweise Wasser (zweite Kennziffer) besitzt. Wenn eine von beiden Ziffern nicht angegeben wird, wird sie durch ein „X“ ersetzt. Dies zeigt an, dass entweder kein entsprechender Schutz existiert oder die Angabe vom Hersteller als irrelevant angesehen wurde.

Je höher die beiden Ziffern, desto besser

Hierbei gilt: Je höher eine Ziffer ist, desto größer ist auch der Schutzgrad des Gehäuses gegen die jeweilige Einwirkungsart. Da Handy-Gehäuse nach DIN EN 60529 bewertet werden, reicht der Schutzgrad von 0 (kein Schutz) bis 6 (staubdicht) gegenüber Fremdkörpern und 0 (kein Schutz) bis 8 (Schutz gegen fortdauerndes Untertauchen) gegenüber Wasser. Typische Outdoor-Handys haben hierbei IP54 (weitestgehend gegen Staub geschützt und Schutz vor allseitigem Spritzwasser) oder IP67 (komplett staubdicht und gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser geschützt).

Was meint "zeitweiliges Untertauchen"?

Als zeitweiliges Untertauchen gilt hierbei eine komplette Wasserdichtheit für mindestens 30 Minuten in bis zu einem Meter tiefem Wasser. Das schützt entsprechende Handys somit vor Stürzen in Pfützen, flache Schwimmbecken oder auch Klos. IP54-Handys sollten dagegen allenfalls Regen ausgesetzt werden, nie aber komplett untergetaucht werden. Oftmals sind dann die Dichtungen von Mikro und Lautsprecher nicht hochwertig genug ausgeführt. Die bestmögliche Schutzklasse IP68 wiederum findet man kaum – ein dauerhaftes Untertauchen zu ermöglichen, ist eine enorme Leistung seitens des Herstellers. Sollte das Handy dann doch einmal Wasser aufnehmen, hilft eventuell unser Notfall-Ratgeber zu diesem Thema weiter.

Autor: Janko