Smartphones mit Digitalkamera: Chiphersteller wollen DSLR-Qualität für Handys

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Logo NECDie Versprechungen der Chiphersteller lesen sich immer unglaublicher: NEC will nun einen Chipsatz für Handys entwickelt haben, mit dem deren Kameras auf DSLR-Qualität gehoben werden. So ermögliche der NEC CE151 Videoaufnahmen im HD-Format 1080p und Standbildaufnahmen mit einer Auflösung von nicht weniger als 13 Megapixeln. Darüber hinaus biete der Chip eine integrierte Rauschunterdrückung, um die üblichen Bildprobleme der kleinen Handy-Kamera-Optiken zu kompensieren.

Der NEC CE151 besitze zudem einen Energieverbrauch, der um 25 Prozent unter dem Niveau des Vorgängermodells CE143 liege, und sei vollständig abwärtskompatibel zu früheren Chipsätzen. Dadurch könne er problemlos auch in Hardware verwendet werden, die eigentlich noch nicht für den CE151 ausgelegt sei und vollen Nutzen aus dessen Fähigkeiten ziehe. Medienberichten zufolge soll der neue Chip aber frühestens Ende 2010 in Handys zu sehen sein, eventuell auch erst zur CES 2011.

Damit ist NEC der dritte Chiphersteller, der mit geradezu unglaublichen Zahlen aufwarten kann. Zuvor hatte Qualcomm schon eine neue Handy-CPU vorgestellt, welche HD-Videoaufnahmen bei 720p mit bis zu 30 fps und Kameramodule mit bis zu 12 Megapixeln integriere. Texas Instruments wiederum versprach für 2010 einen Bildprozessor, der sogar Kapazitäten für bis zu 20 Megapixel besitze. Doch wohin soll all das führen? Alle Tests zu den Foto-Handys der neuesten Generation haben erbracht, dass sie keine besseren Bilder als Handys mit 8-Megapixel-Kamera anfertigen. Dafür ist die winzige Optik von Handy-Kameras einfach nicht ausgelegt. Was sollte eine integrierte Rauschunterdrückung groß daran ändern?

Autor: Janko