Einfache Handys: Vom Billig-Anbieter zum vielseitigen Außenseiter

alcatelDas französische Unternehmen Alcatel ist ein echtes Phänomen: Über viele Jahre hinweg hat der Hersteller stoisch Einsteigermodelle produziert, die dem Unternehmen keine besonders gute Reputation einbrachten. Er galt vielen als reiner Billiganbieter. Die Marktanteile verharrten in niedrigen Sphären, und doch schien das Unternehmen von den Absatzkrisen der großen Konkurrenten weitgehend verschont zu bleiben. Das Geheimnis: das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis der Geräte.

Seit 2013 auch echte Topmodelle im Portfolio

Denn Alcatel-Handys bieten fast durchweg brauchbare Ausstattungsmerkmale für ausgesprochen wenig Geld. Aus diesem Grund verkaufen sich die Geräte auch ohne großartige Werbung oder eindrucksvolle Flaggschiffe in der Produktpalette. Trotzdem scheint man bei Alcatel plötzlich Hunger auf mehr bekommen zu haben. Anfang 2013 wurde die bekannte One-Touch-Baureihe komplett neu aufgestellt – sie umfasst nun Einsteigermodelle ebenso wie echte Highend-Geräte, die es durchaus mit einem der großen Namen aufnehmen können.

Aber auch hier setzt man auf attraktive Preise

Eines ist jedoch gleich geblieben: Das attraktive Preis-Leistungs-Verhältnis. Selbst ein Topmodell wie das Alcatel One Touch Idol X+ ist für gerade einmal 300 Euro erhältlich. Da zahlt man für ein gleichwertiges Modell der großen Marken schnell 500 bis 600 Euro. Umgekehrt kann der Nutzer schon für 150 Euro ein brauchbares Mittelklassemodell erhalten, das den meisten Anwendern für den Alltag völlig genügen dürfte. Wer mit einem etwas lahmeren Prozessor leben kann, erhält im Gegenzug eine brauchbare Allround-Ausstattung mit Digitalkamera, MP3-Player, FM-Radio, GPS und Touchscreen-Bedienung. Und selbst im Einsteigerbereich sind Bildschirmgrößen von 4 Zoll normal.

Häufiges Feature: Dual-SIM-Unterstützung

Eine Spezialität der One-Touch-Modellreihe ist die Unterstützung von Dual-SIM-Fähigkeiten. Das bedeutet, dass die entsprechenden Handys zwei SIM-Karten-Steckplätze besitzen und somit parallel auf zwei verschiedenen Nummern erreicht werden können. Auf diese Weise ist es möglich, zum Beispiel private und berufliche Anrufe mit einem Gerät gemeinsam abzuhandeln und trotzdem eine Trennung der Ausgaben sicherzustellen. Die dergestalt ausgerüsteten Handys tragen hinter der Modellnummer ein nachgestelltes „D“.

Modellbezeichnungen

Die Android-Smartphones des One-Touch-Brands tragen eine einleitende „9“ in der Modellnummer. Ferner kann die Faustregel gelten: Ein Modell mit einer hohen Ziffer an Stelle Zwei und Drei der Modellnummer ist grundsätzlich besser ausgestattet. Allerdings ist Alcatel mit seinem Modell dem OT-997D ULTRA mittlerweile am Ende dieser Benennungslogik angelangt. Seitdem ist die Zuordnung nicht mehr ganz so einfach und die Handys werden primär über ihre Namen vermarktet.

Autor: Janko