Einfache Handys: HSUPA - Highspeed-Internet auch beim Upload

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Quelle: flickr.com/pixelmaster-x

Mit HSUPA (high speed uplink packet access) wird das Handy wahrhaft fit für Höchstgeschwindigkeiten beim mobilen Surfen. Denn erst HSUPA beschleunigt auch den Upload von Daten, was in der Werbung für HSDPA-Handys einst gerne verschwiegen wurde. Mittlerweile integrieren die Hersteller zum Glück durchweg HSDPA und HSUPA zusammen in ihren Geräten, weshalb man meist nur HSPA als Angabe findet. Darüber hinaus erfolgt der Netzausbau allerdings auch je nach Netzbetreiber mit sehr unterschiedlicher Geschwindigkeit. Was kann HSUPA eigentlich, und wer vermag den Daten-Turbo nutzen?

Uploads mit bis zu 5,76 MBit/s

Viele Unternehmen werben groß mit HSDPA als Ausstattungsmerkmal bei ihren neuen Handymodellen. Damit könne man mit gewohnter DSL-Geschwindigkeit im Internet surfen. Doch das ist buchstäblich nur die halbe Wahrheit. Denn HSDPA beschleunigt lediglich den Download von Daten, der Upload bleibt auf die bei UMTSüblichen - recht mageren - 128 kBit/s begrenzt.

HSUPA als Schwestertechnologie hingegen beschleunigt eben diesen Upload. Erst im Zusammenspiel beider Technologien kann also von Surfgeschwindigkeiten wie mit DSL gesprochen werden. Dabei sind im Test bis zu 23 MBit/s im Upload erreicht worden. Die tatsächliche Bandbreite liegt jedoch wie schon bei HSDPA meist deutlich darunter. Die Geräte erlauben derzeit meist 5,76 MBit/s - und das ist auch der Spitzenwert, den aktuell die Mobilfunknetze der vier großen Netzbetreiber erlauben. Einst hatten sie sehr unterschiedliche Geschwindigkeiten im Angebot, mittlerweile haben sie sich da aber angeglichen.

D-Netze am besten ausgebaut

Indes wird der Netzausbau für HSUPA sehr unterschiedlich engagiert betrieben. Bei einigen Netzbetreibern wurde er parallel zum HDSPA-Ausbau betrieben, bei anderen steckte er noch lange Zeit in den Kinderschuhen und hinkte selbst dem zögerlichen HSDPA-Ausbau hinterher. Vorreiter waren hier wie schon bei HSDPA die beiden großen Netzbetreiber T-Mobile und Vodafone. o2 liegt mittlerweile aber dicht auf, und das schwarze Schaf E-Plus mit dem schwächsten Ausbau ist ja zwischenzeitlich in o2 aufgegangen.

HSUPA-Endgeräte mittlerweile weit verbreitet

Endgeräte mit HSUPA-Unterstützung gab es eine Weile primär im Highend-Segment. Im Laufe der Jahre hat sich das aber gewandelt. Aktuell dürfte nahezu jedes Smartphone über HSUPA verfügen. Es wird nur in der Regel nicht kommuniziert, denn die beiden Schwestertechnologien HSDPA und HSUPA werden in der Werbung häufig nur als HSPA zusammengefasst. Ein Blick ins Datenblatt sollte allerdings schnell aufzeigen, welche Ausführung von HSUPA genau integriert wurde.

Autor: Janko