Smartphones (Handys): HD-Videos mit HDMI auf den Fernseher bringen

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LG Optimus 2X (Speed) mit HDMI

Nahezu jeder Hersteller verbaut in seinen Mobiltelefonen ab einer gewissen Preisklasse Digitalkameras, die auch HD-Videos aufnehmen können - teils sogar Full-HD-Videos. Doch auf dem vergleichsweise kleinen Display eines Smartphones kann man die Details solcher Videos kaum richtig erkennen - vor allem nicht, wenn mehrere Personen sie gleichzeitig betrachten möchten. Wer also seine selbst gedrehten Filme in voller Auflösung und bequem mit Freunden zusammen bewundern will, muss sie in der Regel auf einem externen Monitor oder Fernseher ansehen. Nur, wie sollen die Media-Dateien eigentlich ihren Weg dorthin finden?

Direkte Verbindung zu Monitoren und Fernsehern

Bei einem Computermonitor ist das noch recht einfach: Man schließt das Handy via USB-Kabel an den PC an, zieht das Video gegebenenfalls noch auf die Festplatte und spielt es dann ab. Bei einem Fernseher sieht das aber schon anders aus. Lange Zeit war eine direkte Verbindung mit solchen Geräten nicht möglich, alles musste über komplizierte Umwege geschehen. Das hat sich zum Glück mit der HDMI-Schnittstelle erledigt. Handys, die mit einer solchen ausgestattet sind, können sich ohne Umwege direkt mit einem Fernseher oder auch Computermonitor verbinden - vorausgesetzt, dieser verfügt auch über eine HDMI-Schnittstelle.

Volle HD-Auflösung ohne Qualitätseinbußen

HDMI ist eine volldigitale Schnittstelle, bei der Ton und Bild in einem Kabel übertragen werden. Das hat nicht nur den Vorteil des geringeren Kabelsalates, es fällt auch die lästige Analog-Digital-Wandlung weg, bei der ansonsten stets Verluste auftreten. Die hohe Bandbreite von HDMI erlaubt es, Medien in voller HD-Auflösung zu übertragen – und zwar ruckelfrei im Live-Stream. Das bedeutet, das Video muss nicht erst überspielt werden, sondern kann direkt auf dem Handy abgespielt und auf dem Bildschirm des externen Gerätes ausgegeben werden. Übertragungsbedingte Artefakte auch bei komplexen Bildinhalten und extrem schellen Bewegungsabläufen treten nicht auf.

HDMI zu Mini-HDMI

Doch Achtung: Die betreffenden Mobiltelefone besitzen nur eine Mini-HDMI-Schnittstelle. Wer also sein Handy mit einem anderen Gerät verbinden möchte, kann nicht einfach ein normales HDMI-Kabel verwenden. Er benötigt eines, welches auf der einen Seite einen Standard-HDMI-Stecker und auf der anderen Seite den Mini-HDMI-Stecker besitzt. Ferner lohnt ein genauer Blick auf den unterstützten HDMI-Standard. Aktuell wird HDMI 1.4a eingesetzt. Viele Handys verwenden aber noch HDMI 1.3(a/b/c) oder gar HDMI 1.2(a).

In der Praxis: Kabelqualität bestimmt die maximale Videoqualität

Der wesentlichste Unterschied: Das maximale Videoformat beträgt beim 1.2er HDMI 1.080p (60 Hz), beim 1.3er HDMI 1.440p (60 Hz) und beim 1.4er HDMI 2.160p (24 Hz). Ferner gibt es erst seit HDMI 1.3a+ 3D-Unterstützung bis 1.080i, seit HDMI 1.4a 3D-Unterstützung bis 1.080p (24 Hz). 3D-Spiele werden ebenfalls erst seit HDMI 1.4a mit bis zu 720p (50/60 Hz) unterstützt. Je nachdem, welche Inhalte man also von seinem Handy aus übertragen möchte, sollte die Schnittstelle entsprechend leistungsfähig sein – und das Kabel selbstverständlich auch. Vielleicht hat all das aber bald ein wieder ein Ende: Zunehmend verbauen die Hersteller digitale Funkschnittstellen, um Informationen an Fernseher zu übertragen.

Autor: Janko