Smartphones: DLNA-Einbindung ins Heimnetzwerk

Immer mehr moderne Smartphones werben damit, dass sie WLAN mit DLNA-Unterstützung bieten. Doch was verbirgt sich hinter dieser mal wieder sehr kryptischen Bezeichnung eigentlich genau? Tatsächlich ist DLNA zunächst einmal nur die Bezeichnung für eine Vereinigung von Elektronikherstellern (Digital Living Network Alliance). Die Zertifizierung mit DLNA soll sicherstellen, dass das betreffende Gerät per WLAN-Verbindung ohne Hürden in ein Heimnetzwerk integriert werden kann.

Eine Sammlung von Übertragungsprotokollen

DLNA ist im Grunde also keine eigenständige Technologie, sondern beschreibt lediglich die Sammlung verschiedenster Web- und Netzwerkübertragungsverfahren gemäß eines standardisierten Protokolls. Ein Smartphone mit DLNA-Unterstützung bietet also alle für eine reibungslose Kommunikation notwendigen Standards wie IPv4, HTTP und UPnP und beherrscht zwingend die Übertragung der Medienformate JPEG (Bilder), LPCM (Audio) und MPEG-2 (Video). Das ist freilich nicht sehr viel. Ein DLNA-Logo ist daher im Grunde für sich genommen wenig aussagekräftig.

DLNA in der Theorie wenig aussagekräftig - in der Praxis aber schon

Zum Glück werden in der Regel aber auch die optionalen Formate GIF, TIFF, PNG, MP3, WMA9, AC-3, AAC, ATRAC3plus, MPEG1, MPEG4 und WMV9 unterstützt. Denn erst mit diesem Umfang ist sichergestellt, dass die im Netzwerk miteinander kommunizierenden Geräte auch wirklich alle gängigen Daten austauschen und abspielen können. Das wissen die Hersteller teurer Smartphones ebenfalls, weshalb sie fast durchweg den obigen Optionalumfang sicherstellen. Ist DLNA einmal entsprechend implementiert, bietet es aber durchaus Vorteile.

Kabelloses Teilen von Medieninhalten

DLNA-Netzwerk / Copyright: Sony

DLNA-Geräte können miteinander kabellos Inhalte teilen. So können beispielsweise auf einem PC hinterlegte Filme oder MP3-Stücke ans Handy gestreamt und dort abgespielt werden. Umgekehrt ist es aber auch möglich, auf dem Handy hinterlegte Inhalte beispielsweise auf einem Fernseher anzuzeigen oder auf einer HiFi-Anlage abzuspielen. Ferner ist es möglich, ein DLNA-Smartphone zwischen zwei Geräte als Controller zu schalten. So kann beispielsweise auf einem Computer abgelegte Musik im Media Player des Handys aufgerufen und abgespielt werden, die Ausgabe aber über DLNA-zertifizierte WLAN-Lautsprecher erfolgen.

Autor: Janko