Smartphones (Handys): Displays mit IPS-Panel

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Seit vielen Jahren konkurrieren bei Mobiltelefonen zwei Bildschirmtechnologien miteinander: Herkömmliche und daher preiswert herzustellende LC-Displays und teurere, aber scheinbar überlegene OLED-Displays. Spätestens seit der Evolutionsstufe „Super-AMOLED Plus“ galten OLEDs als die besseren Displays, insbesondere hinsichtlich Kontrast und Schaltzeiten. Doch die Hersteller von LC-Displays kontern mittlerweile mit den viel versprechenden IPS-Panel-Bildschirmen. Und haben die OLEDs so selbst in der Spitzenklasse angreifen können.

Höhere Blickwinkelstabilität als bei Standard-LCDs

Bei der In-Plane-Switching-Technologie (IPS - „in der Ebene schaltend“) sind die Flüssigkristalle parallel angeordnet und nicht zueinander verdrillt. Diese winzige Änderung hat große Auswirkungen: Die für herkömmliche Displays übliche Schraubenform der Molekülanordnung entfällt. Dies wiederum bedeutet vor allem einen Gewinn an Blickwinkelstabilität, so dass ein IPS-Display bei bis zu 178 Grad ein gleich bleibendes Bild zeigt. Normale LCDs auf TN-Basis dagegen kämpfen mit zunehmendem Winkel mit verblassenden Farben und schwächeren Kontrasten.

Unterschied zur OLED-Technologie

Zwar ist der Kontrast eines IPS-Panels tatsächlich sogar noch einen Tick schwächer als bei herkömmlichen Panelen, durch den Effekt der unabhängig vom Blickwinkel gleich bleibenden Anzeige wird dies aber genau anders herum wahrgenommen. An ein OLED-Display reicht dieser Effekt zwar noch nicht heran, doch im Vergleich zu herkömmlichen LCDs ist der wahrgenommene Unterschied verblüffend groß. Ähnliches gilt für die Farbtreue: IPS-Panele sind farbkräftiger als TN-Panele, wenn auch wiederum die Farbenpracht von OLEDs nicht erreicht wird. Das allerdings empfinden viele Nutzer sogar positiv: Die Farbsättigung wird bei IPS als natürlicher empfunden.

Ein Nachteil mit positivem Nebeneffekt

Die Schattenseite der IPS-Technologie ist, dass etwas mehr Strom benötigt wird als bei herkömmlichen TN-LCDs – und damit deutlich mehr als bei einem OLED-Bildschirm. Denn aufgrund eines verringerten Lichtdurchlasses bei dieser Kristallanordnung muss die Hintergrundbeleuchtung stärker ausfallen. Dies wiederum verwandeln einige Hersteller sogar in einen Vorteil. Frei nach dem Motto: Wenn ohnehin mehr Strom verbraucht wird, kann man das Display auch richtig strahlen lassen. Daher tauchen in letzter Zeit vermehrt IPS-Bildschirme mit sehr hohen Leuchtstärken auf, damit sie auch in vollem Sonnenlicht ablesbar sind.

Blickwinkel und Farbtreue vs. Stromverbrauch und Kontrast

Zusammengefasst kann man sagen: OLED-Displays sind erheblich stromsparender und haben nach wie vor sichtbare Vorteile bei Kontrast und Schaltzeiten. LCD-Bildschirme mit IPS-Panel dagegen bieten die höhere Blickwinkelstabilität und eine bessere Farbtreue. Die Wahl bleibt also persönlichen Vorlieben überlassen. Gegenüber herkömmlichen TN-Panels sind die IPS-Panels aber in jedem Fall ein Riesenfortschritt.

Autor: Janko