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Pasta gehört zu den Lieblingsspeisen der Deutschen. Sie ist schnell zubereitet und lässt sich hervorragend mit einer schmackhaften Soße als Hauptgericht reichen, nimmt aber auch als Beilage oder Suppenzugabe einen nicht unerheblichen Stellenwert ein. Das geschmackliche Ergebnis wird dabei nicht unerheblich durch die Form der Nudeln beeinflusst: Erstaunlicherweise bewerten Testesser ein Gericht sehr unterschiedlich, wenn verschiedene Nudelsorten zum Einsatz kommen – bei ansonsten gleich gebliebenen Zutaten.
Hintergrund ist vermutlich, dass wir unterschwellig bestimmte Gerichte mit konkreten Nudelformen verbinden, zudem sorgt die verschiedene Form und Oberflächenstruktur für eine unterschiedlich gute Aufnahme der Soße – und damit eben auch ein abweichendes Geschmackserlebnis. Übrigens werden in Italien zunehmend Zusätze wie „al bronco“ (aus Bronze gegossen) verwendet, um hochwertige Nudelerzeugnisse zu kennzeichnen. Denn moderne Teflonmaschinen führen zu einer allzu glatten Oberflächenstruktur der Nudel und damit dazu, dass die Soße schlecht aufgenommen wird.

Zu den traditionellen Nudelsorten gehören:

  • Cannelloni: große und runde Röhrennudeln, fast schon eher Teigtaschen, die gut gefüllt werden können
  • Fadennudeln: sehr dünne, kleine Nudeln, die vielfach als Suppenbeilage Verwendung finden
  • Farfalle: Nudeln in Schmetterlingsform, bei Kindern beliebt, da in der Mitte recht bissfest
  • Fusilli: kurze Spiralnudeln, die gut Soße annehmen; Rotini sind etwas kürzer und dicker, Eliche dagegen gestreckter
  • Hörnchennudeln: kleine, gekrümmte Röhrennudeln, die eher als Beilage dienen
  • Lasagne: flache Teigplatten für das gleichnamige Gericht
  • Makkaroni: lange Nudeln mit dickerem Querschnitt als Spaghetti, die zudem hohl sind
  • Muschelnudeln: winzige Nudeln in Muschelform, die fast ausschließlich als Suppenbeilage dienen
  • Ravioli: quadratische Nudeltaschen, die mit Fleisch, Gemüse oder Käse gefüllt sind
  • Rigatoni: dickwandige, kurze Röhrennudeln; intensives Kauerlebnis, schwächere Soßenannahme
  • Spaghetti: sehr langgezogene, runde Nudeln mit (al dente) rund anderthalb Millimetern Querschnitt
  • Spaghettini: ähneln stark Spaghetti, sind jedoch noch erheblich dünner und daher beim Kauen weniger präsent
  • Spirelli: ähneln stark den Fusilli, allerdings eher den größeren Eliche
  • Sternchennudeln: winzige Nudeln in Form eines Sterns, als Suppenbeilage verwendet
  • Tagliatelle: rund zwei Zentimeter breite Bandnudeln
  • Tortellini: komplex geformte Teigtäschchen, meist mit Käse- oder Fleischfüllung; sozusagen kleinere Ravioli
  • Tortiglioni: wie die Rigatoni eine dickwandige, kurze Röhrennudel; manche sehen die Unterscheidung darin, dass Tortiglioni etwas kleiner ausfallen