Raststätten: Erholung möglich – aber nicht auf den Lorbeeren!

  • Erholung möglich – aber nicht auf den Lorbeeren!
  • Alle Filter aufheben

ADAC RaststättenTest 2008Die europäischen Raststätten und Autohöfe, die 2008 vom ADAC getestet wurden, können sich nur vereinzelt auf den ihnen verliehenen Lorbeeren ausruhen. Zwar hat sich die Qualität, wie die Zeitschrift „ADAC motorwelt“ berichtet, im Laufe der letzten 10 Jahre merklich gebessert. Doch immer noch hinken viel zu viele Raststätten hinter einem eigentlich erwartbaren Qualitätsstandard hinterher.

Seit 1990 hat der ADAC hunderte von Raststätten (und neuerdings auch Autohöfe) mit häufig niederschmetternden Ergebnissen getestet. Das Fazit des diesjährigen Tests fiel deutlich besser aus als im Vorjahr. Zum ersten Mal konnte sogar aus deutscher Sicht ein kleiner Erfolg vermeldet werden: Der Autohof Burghaslach auf der A3 zwischen Nürnberg und Würzburg schnitt am besten ab und wurde Testsieger vor dem österreichischen Pendant Schwechat (bei Wien). Aber leider ging mit dem Autohof Spreenhagen (A12, bei Berlin) auch der letzte Platz an einen Vertreter aus Deutschland.

Insgesamt waren deshalb die Tester des ADAC erfreut über die zum Teil gute Qualität der Raststätten (insbesondere im Bereich Gastronomie), konnten aber jedoch noch keine Entwarnung geben. Vor allem in den Punkten Familienfreundlichkeit und Sicherheit für Fußgänger lassen zwei Drittel beziehungsweise vierzig Prozent der getesteten Plätze noch arg zu Wünschen übrig. Ungünstige Parkplatzaufteilungen (Wohnmobile neben LKW-Plätzen) und – ebenfalls sehr ärgerlich – mangelhafte Ausstattung für Behinderte in immer noch dreißig Prozent aller Fälle belegen, dass auch in den nächsten Jahren einiges an Nachholbedarf besteht.

Autor: Wolfgang